Österreich

Polizist erkennt Staat und Gesetze nicht an

Heute Redaktion
14.09.2021, 13:14

Kurioser Fall in Kärnten: Ein 43-jähriger Polizist teilte jetzt seinem Arbeitgeber mit, dass er den Rechtsstaat Österreich und seine Gesetze nicht mehr anerkennt. Der Kärntner wurde suspendiert und ein Disziplinarverfahren eingeleitet, sein normales Gehalt kassiert er aber weiterhin.

 
Ein Polizist ist gegen die Regeln des Staates: "Der Kollege hat der Landespolizeidirektion schriftlich mitgeteilt, dass er sich an die österreichischen Gesetze nicht mehr gebunden sieht", so Polizeisprecher Rainer Dionisio, zur "Kärntner Krone". Auch den Dienst als Verkehrspolizist kann er nicht mehr leisten, weil er die Straßenverkehrsordnung nicht akzeptiert. Dionisio hofft, dass das ein Einzelfall bleibt. 

Denn der 43-Jährige ist Mitglied der sektenartigen Gruppierung OPPT (One People´s Public Trust). Diese Menschen stellen sich gegen die Regeln des Staates, erkennen Gesetze und Steuern nicht an. Als Polizist ist so eine Einstellung nicht haltbar, deswegen wurde der Mann suspendiert und ein Disziplinarverfahren eingeleitet.

Doch trotz seiner Suspendierung und der Dienstverweigerung kassiert der Polizist weiterhin sein Gehalt, was bei den Kollegen für ordentlich Unmut sorgt: "Die Staatsverweigerer wollen alle Vorteile des Staates nutzen, akzeptieren die damit verbunden Pflichten, wie Steuerleistungen und die Regeln und Gesetzte nicht", so ein Kollege zur "Kärntner Krone".

Polizeisprecher Dionisio meint, dass der "Dienst- und Staatsverweigerer" mit der Suspendierung weniger Geld bekommt, als wenn er Arbeiten würde. 

Jetzt E-Paper lesen