Wien

"Polizist" lockt Seniorin Schmuck um 50.000 € heraus

Wieder wurde eine Wiener Pensionistin (89) Opfer von Trickbetrügern. Ein "Polizist" entkam mit Schmuck der Floridsdorferin.
Heute Redaktion
14.07.2020, 16:17

Am Montag um 14.30 Uhr läutete bei einer Pensionistin in Wien-Floridsdorf das Telefon. Ihre Nichte habe einen Autounfall gehabt. Nun müsse eine "Kaution" gestellt werden, sonst drohe der Frau Haft, erzählte die Stimme am Telefon. Noch während des Telefonats läutete es an der Wohnungstüre. Der Mann gab sich als "Polizist" aus und übernahm diverse Schmuckgegenstände im Gesamtwert von rund 50.000 Euro – und verschwand.

In den vergangenen Wochen kam es wieder verstärkt zu ähnlichen Trickbetrügerein. Immer waren die Opfer betagte Personen.

Präventionstipps der Wiener Polizei

Wie schütze ich mich vor Trickbetrügern (falschen Polizisten)?

- Die Polizei kassiert niemals eine „Kaution“ (eine Kaution wird bei Gericht hinterlegt).

- Die Polizei wird niemals Wertgegenstände/Geld prophylaktisch "mit- nehmen, weil ein Einbruch bevorsteht" (so formulieren es Betrüger).

- Gibt sich jemand am Telefon als Polizei aus und fragt nach Geld: das Telefonat sofort beenden und den Polizei-Notruf wählen (133).

Wie schütze ich meine Familie, vor allem die älteren Generationen?

Rufen Sie noch heute Gefährdete im Familienkreis an und informieren Sie diese über den Betrugsmodus und über die Präventionsmaßnahmen.

Wer ist besonders gefährdet?

- Trickbetrüger (falsche Polizisten, Kautionstrick) suchen gezielt nach Opfern mit nicht mehr gebräuchlichen bzw. "altmodischen" Vornamen.

- Die meisten bislang bekannten Opfer haben Geburtsdaten vor 1950, häufig vor 1940, und sind somit über 80 Jahre alt.

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