Ein Polizist hat am Montagnachmittag in Steyr einen 31-Jährigen aus dem Wehrgrabenkanal gerettet. Der Mann war nach einer Rauferei vor der Exekutive dorthin geflüchtet.
Er wurde durch eine Schleuse gerissen und trieb leblos im Wasser, berichtete die Pressestelle der Polizei am Dienstag. Er war davongelaufen, weil er eine Freiheitsstrafe von acht Monaten offen hat, so Retter Michael Kliment.
Die Exekutive war wegen einer Rauferei an den Wehrgrabenkanal gerufen worden. Einer der beiden Beteiligten rannte davon, als die Beamten kamen, und flüchtete in den Kanal. Der Beschäftigungslose hätte sich zuerst im Wasser unter einer Brücke befunden, so Kliment. Dann sei der 31-jährige Einheimische in Richtung Schleuse geschwommen, obwohl die Polizisten ihn warnten und mit einer Rettungsleine zu bergen versuchten. "Er wollte nicht gerettet werden", sagte Kliment.
Drogen und offene Haftstrafe
Bei einer Kraftwerksbaustelle wurde der Mann vom Sog erfasst und in zweieinhalb Meter Tiefe durch die am Boden leicht geöffnete Wehr gezogen. Als der Mann etwa 25 Meter unterhalb der Schleuse scheinbar leblos im Wasser trieb, sprang der Beamte hinein und zog ihn heraus.
"Es war tiefer, als ich dachte, ich steckte bis zur Hüfte im Schlamm und war bis zur Brust im Wasser", berichtete Kliment. Der 31-Jährige wurde ins Krankenhaus gebracht, wo keine Verletzungen festgestellt wurden. In seinem Rucksack fanden die Polizisten Drogen.