Wildtiere erobern in Zeiten von Corona auf der ganzen Welt teils menschenleere Städte zurück, für ein Reh aus Niederösterreich endete der urbane Erkundungsausflug aber mit einem gehörigen Schock.
Beamte der Polizeiinspektion Krems an der Donau wurden am Mittwoch gegen 13.30 Uhr von der Landesleitzentrale zu einer Wohnung gerufen. Im Vorraum machten sie einen nicht alltäglichen Fund – ein Reh lag völlig erschöpft und verängstig auf dem Boden.
Das Tier dürfte zuvor verschreckt durch das Stadtgebiet von Krems-Stein gelaufen sein und hatte dann offensichtlich durch die offenstehende Wohnungstür vor der Aufregung Zuflucht in den dortigen vier Wänden gesucht.
Ein Beamter, der auch Jäger ist, konnte das Reh an den Läufen im Vorraum erfassen. Anschließend legte sich der Waidmann das Tier über seinen Nacken und Schultern. Auf diese Art konnte der Beamte das unverletzte Reh zu Fuß abtransportieren. Im Bereich des Goldbergs konnte er das Wild wieder absetzen und es flüchtete in Richtung eines Waldstückes. Ob es sich vorher für seine Rettung bedankt hat, ist nicht überliefert.