Polizist zwingt Kellnerin (25), sich nackt zu zeigen

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Während einer Verkehrskontrolle soll der bayrische Polizist die junge Frau gezwungen haben, sich ihrer Kleidung zu entledigen. Der Beschuldigte ist seinen Job mittlerweile los.
Gemeinsam mit einem jüngeren Kollegen hatte der Polizeihauptmeister Andreas R. (48) am 2. Mai 2019 auf einem Forstweg bei Grafenwöhr in der Oberpfalz einen VW Golf mit tschechischem Kennzeichen für eine Verkehrskontrolle gestoppt.

Die Fahrerin, Lucie L. (25), hatte verbotenerweise den Forstweg benutzt, wie die deutsche "Bild"-Zeitung berichtet. Noch dazu hatte sie offenbar noch einen Elektroschocker und zwei Teleskopschlagstöcke im Kofferraum. Letztere sind in Deutschland, wie auch in Österreich, illegal.

Andreas R. soll deswegen der jungen Frau mit einer Strafe in Höhe von 600 Euro gedroht haben. Weil Lucie L. aber kein Bargeld dabei hatte, machte ihr der Beamte einen anderen Vorschlag: Straffreiheit gegen sexuelle Gefälligkeiten.

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"Es war sehr unappetitlich"


"Der Angeklagte sagte sodann zu ihr, dass sie ihm etwas Gutes tun könne und dass sie sich hierfür in zwei Stunden treffen könnten", wird Staatsanwalt Peter Frischholz im Bericht der "Bild" zitiert. Dazu habe der Beamte eindeutige Gesten gemacht.

Die 25-Jährige lehnte das zwar ab, entblößte aber dann trotzdem kurz ihre Intimbereiche vor dem 48-Jährigen. Nach dem "Blitzer" habe sie weiterfahren dürfen – doch schon bei der nächsten Gelegenheit erstattete sie Anzeige. Der Polizeihauptmeister habe sie aufgefordert, sich auszuziehen – "und zwar alles", schilderte sie später: "Es war sehr unappetitlich".

Jetzt wurde Andreas R. vor dem Amtsgericht Weiden (Bayern) der Prozess gemacht. Von diesem wurde der 48-Jährige wegen Bestechlichkeit und versuchter Strafvereitelung im Amt nun zu 15 Monaten bedingter Haft – nicht rechtskräftig – verurteilt. Seinen Job ist der zweifache Familienvater ebenfalls los.

"Verheerende Folgen für Ansehen der Polizei"


Vor Gericht ließ der Angeklagte, der laut "Bild" bereits 2008 wegen sexueller Nötigung verurteilt worden war, ein Geständnis verlesen. Seine bevorstehende Entlassung sei "sehr, sehr schwierig" für ihn.

"Wenn ich schon bei verheerenden Folgen bin: Die gleichen verheerenden Folgen hat die Tat auf das Ansehen der Polizei", kommentierte der Richter daraufhin.

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