Österreich

Polizisten pinkelten Kollegen in Schutzhelm

Heute Redaktion
13.09.2021, 21:00

Jahrelang soll ein Kärntner Polizist von seinen Kollegen schikaniert und gedemütigt worden sein. Der Höhepunkt des Mobbings: Sie urinierten in seinen Polizeihelm.

Gegen schwere Mobbingvorwürfe sieht sich derzeit die Kärntner Polizei konfrontiert! Wie die "Kleine Zeitung" berichtet, wurde ein Diensthelm eines Beamten mit Urin gefüllt.

Als der Polizist den Helm dann vor seinen Kollegen aufsetzte, rannte der Urin dem Mann schließlich über seinen Kopf und den Oberkörper. Der Beamte soll danach seinen Dienst abgebrochen haben.

Der Vorfall passierte laut der "Kleinen Zeitung" bereits am 6. April bei einer Einsatzübung. Der Mann erzählte seiner Ehefrau von der Demütigung, die daraufhin ein Mail an Innenminister Herbert Kickl verfasste. Darin berichtet die Frau von jahrelangem Mobbing.

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Kollegen verweigern ihm Handschlag

So soll ihr Gatte nicht nur von Kollegen sondern auch den Vorgesetzten schikaniert worden sein. Die Beamten würden unter anderem den Raum verlassen, wenn er ihn betritt oder ihm den Handschlag verweigern.

Zudem werde er auch auf Gruppenfotos herausgeschnitten, die dann wieder aufgehängt werden, heißt es in dem Bericht. "Ich habe Angst, ich weiß nicht, was als nächstes passiert", zitiert die "Kleine Zeitung" die besorgte Ehefrau.

"Recht auf Klärung"

Die Polizei bestätigte den Vorfall bereits. Mittlerweile laufen auch die Ermittlungen zu den Mobbing-Vorwürfen. "Die Betroffenen und insbesondere der besagte Kollege haben das Recht zu erfahren, was genau dahintersteckt", so ein Polizeisprecher gegenüber der "Kleinen Zeitung".

Eine Anzeige wegen des Mobbings gibt es übrigens nicht. Dennoch werden die Vorwürfe laut Polizei von der Personalabteilung überprüft. (wil)

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