Der Einsatzbefehl an die Wiener Funkstreifen U2 und U6 lautete: "Täter in Wohnung eingestiegen - Raufhandel!" Die Infos waren nicht präzise, die Situation aber trotzdem brisant.
Der Einsatzbefehl an die Wiener Funkstreifen U2 und U6 lautete: "Täter in Wohnung eingestiegen - Raufhandel!" Die Infos waren nicht präzise, die Situation aber trotzdem brisant.
Verzweifelt über seine Scheidung war Markus St. (36) nachts in die Wohnung seiner früheren Familie in Floridsdorf eingedrungen. Um eine Aussprache mit seiner Ex zu erzwingen, hielt er sich ein Messer an den Bauch. Sein Geschrei weckte auch die beiden Kinder. Die entsetzte Frau rief die Polizei.
Außer Zweifel steht: Der Lebensmüde hat keine Sekunde die Ex-Gemahlin oder seine Kinder bedroht. Aber als vier Cops eintrafen, holte er aus, als wollte er sich erstechen. Da schoss ihm Inspektor Jochen S. in ein Bein. Markus St. brach zusammen und wurde in U-Haft genommen.
Heute sagt er: "Es tut mir alles sehr leid." Sein Top-Anwalt Wolfgang Blaschitz indes kämpft gegen die U-Haft an: "Das war doch nur Hausfriedensbruch." Auch den Waffengebrauch will der Advokat untersucht wissen. Tragödien sind so. Es gibt nur Verlierer.
M. Schröfl & W. Höllrigl