Weil ihr Hund bei einem Polizeieinsatz schwer verletzt wurde, haben Mitglieder einer Wohngemeinschaft im US-Bundesstaat Maryland den zuständigen Bezirk verklagt. Der Hund, ein Boxermix, habe die drei Polizisten nicht angegriffen, als diese die Wohnung betraten, hieß es in der am Montag eingereichten Klage. Dennoch hätten zwei der Beamten auf das Tier geschossen, der dritte habe einen Elektroschocker eingesetzt. Der Hund war daraufhin gelähmt und musste schließlich eingeschläfert werden.
Die vier Kläger fordern mindestens 16 Millionen Dollar Schadenersatz für den Vorfall vom 2. Juni 2021. Die Polizeibeamten aus Prince George’s County waren nach einer Anzeige wegen eines Hundebisses in den Wohnkomplex ausgerückt.
Die Polizisten wollten nach den am angeblichen Bissvorfall beteiligten Hunden suchen und ließen sich von einem Hausmeister einen Generalschlüssel geben. Nachdem niemand auf ihr Klopfen reagiert hatte, verschafften sie sich Zugang zu der Gemeinschaftswohnung, wie auf Aufnahmen der Polizeikamera und des Mobiltelefons eines Klägers zu sehen war. In der Klage wurde behauptet, dass die Beamten in Panik geraten seien, als sie den Hund gesehen hätten. Daraufhin hätten sie auf das Tier geschossen.