Österreich

Polizisten trugen Unterkühlten 1,5 Kilometer

Heute Redaktion
14.09.2021, 01:45

Nachdem sie Hilferufe gehört hatten, machten sich Beamte in Salzburg bei Schneefall auf die Suche und fanden schließlich einen 23-Jährigen im Schnee liegend. Da eine schnelle Rettung nicht möglich war, trugen die Polizisten den Burschen 1,5 Kilometer weit, wo er dem Roten Kreuz übergeben werden konnte.

 

Über den Notruf meldete eine Frau aus St. Johann Sonntagfrüh gegen 4.17 Uhr, dass sie in der Nähe ihres Wohnhauses aus dem Bereich der Wagrainerache mehrmals Hilferufe gehört habe. In den Morgenstunden herrschte starker Schneefall und das Außenthermometer des Fahrzeuges der herbeigerufenen Polizisten zeigte minus 4 Grad an.

Nach wenigen Metern bemerkten die drei Polizisten leicht zugeschneite Schuhspuren und folgten diesen etwa eineinhalb Kilometer in unwegsamem Gelände Richtung Wagrain. Durch laute Rufe machten die Beamten auf sich aufmerksam, diese Rufe wurden jedoch vorerst nicht erwidert. Schließlich hörten die Polizisten  leise Hilferufe. Die Beamten folgten den Rufen und fanden einen 23-jährigen Einheimischen im Schnee liegend.

Der Mann war augenscheinlich alkoholisiert, deutlich unterkühlt und klagte, dass er kein Gefühl mehr in den Armen habe. Da eine schnelle und rasche Rettung des Mannes so nicht möglich war, trugen die Polizisten den Unterkühlten schließlich mit Bergegriffen den gesamten Weg zurück. Dort übergaben die Retter den Einheimischen einem bereits verständigen Rettungswagen.

Das Rote Kreuz brachte den Mann in das Krankenhaus Schwarzach. Laut Auskunft stellten die Ärzte Prellungen und eine starke Unterkühlung fest. Warum der Mann sich im Gelände verirrt hat, ist noch unklar.

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