Niederösterreich

Polizistin ins Spital geprügelt: Haftstrafe

Völlig außer Rand und Band hatte ein 33-jähriger Arbeitsloser bei einer Wegweisung auf Beamte eingeschlagen. Jetzt musste er vor Gericht die Rechnung dafür begleichen.
11.05.2020, 12:12

Sein hitziges Gemüt brachte gestern einen 33-Jährigen in Krems auf die Anklagebank: Immer wieder soll er zu Hause ausgerastet sein, seinen bedienten Vater (63) wüst bedroht haben: "I box di ins Koma, I hau da es Messer durch`n Schedl bis in Hals". 

Ende Februar soll er laut Anklage angekündigt haben, das Wohnhaus seines Vaters anzuzünden. Die Folge waren zwei Betretungsverbote mit turbulenten Polizeieinsätzen. Am 27. Februar und am 18. März wehrte sich der Arbeitslose mit Händen und Füßen gegen die Amtshandlung, verletzte dabei mehrere Polizisten. Eine Beamtin (41) erlitt einen Rippenbruch, weitere Polizisten Blessuren.

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Geraunze vor Gericht

Vor Gericht legte der Angeklagte ein holpriges Teilgeständnis ab, fing dabei immer mehr zu wimmern an. Der Richter cool: "Antworten Sie auf die Fragen und hören Sie mit dem Geraunze auf." Die Branddrohung gab er schließlich unter Schluchzen zu: "Das ist mir in der Wut so rausgerutscht, war nicht ernst gemeint", so der 33-Jährige. 

Übrigens: Vater und Schwester waren bei den Ausrastern des Sohnes stets zu den Nachbarn geflüchtet, hatten von dort die Polizei alarmiert. Und bei den Amtshandlungen kam es zu den massiven Übergriffen. Abschließend jammerte der Angeklagte: "Es tut mir so leid, ich tue alles, Strafarbeit etwa, nur ich will raus aus dem Gefängnis."

Teilbedingte Haftstrafe

Der 33-Jährige wurde wegen Widerstandes gegen die Staatsgewalt zu 30 Monaten teilbedingter Haft verurteilt, zehn Monate davon unbedingt. Der Richterspruch ist noch nicht rechtskräftig.