"Pornhub" ist eine der beliebtesten Sex-Seiten im Internet. Kaum wer gibt es zu, doch Millionen weltweit suchen hier virtuell erotische Abenteuer.
Jetzt tritt die Seite mit ihren Nutzern in Kontakt. Doch es sind keine Avancen von leicht bekleideten Frauen oder Männern. Es sind knallharte Forderungen, die da im E-Mail-Postfach landen.
"Letzte Mahnung vor Klageerhebung" steht da in der Betreffzeile. Gefordert werden vom Empfänger 278,27 Euro. Man solle sofort überweisen. Grund: Man habe urheberrechtlich geschützte Inhalte der Pornoseite gestreamt: "Sie haben am 17.04.2024 das Onlineangebot von Pornhub.com in Anspruch genommen und dort urheberrechtlich geschützte Inhalte auf Ihrem Computer gestreamt."
Inkludiert in der geforderten Summe sind Mahngebühren, Bankspesen und Anwaltsgebühren.
Um die Seriosität der Geldforderung zu unterstreichen, kommt das Schreiben von der Rechtsanwaltskanzlei Frommer Legal. Diese Kanzlei gibt es auch wirklich. Eine Anwältin – Dr. Antje Schmelzer – vertritt laut Mail die Magmafilm GmbH. Auch dieses Unternehmen gibt es in Realität. Diese Produktionsfirma aus Essen (Deutschland) stellt Sexfilme her.
"Ignorieren Sie diese Mail, es handelt sich um Betrug", warnt Watchlist Internet eindringlich. Auf den zweiten Blick erst kann man diesen Brief als Fälschung entlarven.
Sollte der Adressat die Summe bereits überwiesen haben, melden Sie es sofort der Bank. Mit Glück kann die Zahlung noch gestoppt werden. Sollte es zu spät sein, sollte der Betrug bei der Polizei angezeigt werden.