Porsche-Dieb seilte sich auf Flucht vor Polizei ab

Anwalt Kreiner mit dem Angeklagten Michael T.
Anwalt Kreiner mit dem Angeklagten Michael T.Bild: Sabine Hertel

Nach einer Sex-Party in Wien war plötzlich ein Porsche weg. Als Polizisten den Verdächtigen festnehmen wollten, band er Leintücher zusammen und hüpfte aus dem Fenster. Dafür stand er jetzt vor Gericht.

Weil nichts aus dem Dreier wurde, nahm er den 911er: Michael T. (35) feierte mit Drogen, Bekannten und einer jungen Frau in einer Wiener Wohnung. Bei den folgenden Intimitäten durfte er nicht mitmachen und raste daraufhin mit dem Sportwagen des Wohnungsbesitzers in die Nacht.

Die Fahrt führte bis nach Kärnten und wieder retour. Michael T. stellte den Wagen vor der Wohnung des Bekannten ab – da sei er noch unbeschädigt gewesen. Doch als der Besitzer das Auto sah, war es laut Richter eine "mittelprächtige Stanniolkugel".

Drei Wochen später sollte der Mann auch wegen Drogenhandels und Waffendelikten festgenommen werden. Als die Polizisten an seine Tür klopften, seilte er sich mittels Bettlaken durchs Fenster ab. Er schnappte seine Freundin und checkte unter falschem Namen im Hotel Schloss Wilhelminenberg ein. Dort soll er Geld schuldig geblieben sein. Schließlich wurde er doch geschnappt und wegen zahlreicher Vergehen angeklagt.

Michael T., von Anwalt Florian Kreiner verteidigt, wurde am Donnerstag zu einem Jahr unbedingter Haft verurteilt – nicht rechtskräftig.

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