Nach dem tödlichen Verkehrsunfall, bei dem ein junger Porsche-Fahrer in einen Pkw krachte und ein Ehepaar ums Leben kam, ermittelt nun die Polizei wegen fahrlässiger Tötung.
Wie "heute.at" bereits berichtete, war der junge Porsche-Fahrer mit seinem leistungsstarken Geländewagen von Morschheim in Richtung Kirchheimbolanden bei Rheinland-Pfalz unterwegs.
Der 18-Jährige missachtete laut Polizei im Kurvenbereich das Überholverbot und drückte das Gaspedal voll durch. Mit hohem Risiko überholte er mehrere Fahrzeuge und raste bei den Autos mit überhöhter Geschwindigkeit vorbei.
Rücksichtslose Raserei
Bei seiner rücksichtslosen Raserei übersah der junge Autofahrer aber einen entgegenkommenden Pkw und konnte nicht mehr rechtzeitig abbremsen.
Es kam zu einem schweren Frontalzusammenstoß mit einem BMW-SUV eines Ehepaares im Alter von 73 und 74 Jahren. Für die älteren Eheleute kam jede Hilfe zu spät. Der Notarzt konnte ihr Leben nicht mehr retten, sie verstarben beide noch an der Unglücksstelle.
Der Porsche-Lenker und sein Beifahrer wurden bei dem Crash schwer verletzt. Sie wurden noch an Ort und Stelle erstversorgt und anschließend in ein Krankenhaus gebracht.
Durch die Wucht des Aufpralls wurden die beiden Fahrzeuge schwer beschädigt. Die Fahrzeugfront der zwei Geländewagen wurden komplett zerstört. Überall auf der Straße waren Teile der Fahrzeuge verstreut.
Ermittlungen laufen
Die Polizei hat die Untersuchungen bereits aufgenommen. Auf Nachfrage von "heute.at" bestätigte die Polizei, dass die Ermittlungen wegen fahrlässiger Tötung laufen. Der 18-Jährige konnte zu dem Unfall noch nicht befragt werden.
Da er mit seiner rücksichtslosen Fahrweise auch das Leben der anderen Verkehrsteilnehmer riskiert hatte, wird der 18-Jährige auch wegen Gefährdung im Straßenverkehr angezeigt.
Im Falle einer Anklage und einer Verurteilung drohen dem jungen Porsche-Raser mehrere Jahre Haft. Personen, die wegen fahrlässiger Tötung in Deutschland verurteilt werden, müssen mit einer Strafe mit bis zu fünf Jahren Haft rechnen.
(wil)