Vor rund drei Wochen starb der Ehemann einer Frau aus Burgschleinitz (Bezirk Horn). Vor zwei Wochen fand dann das Begräbnis statt. Doch statt den erwarteten rund 90 Trauergästen kamen nur 60. Der Grund dafür dürfte im wahrsten Sinne des Wortes bei der Post gelegen haben.
Denn wie die "Bezirksblätter" berichten, wurden wie sich herausstellte die Parten nicht verschickt, sie lagen die ganze Zeit im Postkasten herum. Als die Witwe dann kürzlich die Postbotin abpasste und sich erkundigte, wo denn ihre Parten geblieben seien, soll diese den Postkasten geöffnet haben und er sei randvoll gewesen.
"Seit drei Wochen ist er nicht ausgehoben worden, unsere Parten waren auch dabei. Ich glaube, es war sogar noch länger. Vor fünf oder sechs Wochen habe ich eine Bestellung aufgegeben und da kam auch nichts", so die Frau des Verstorbenen, die beim Begräbnis auf großen Teilen des bestellten Caterings sitzen blieb.
Die gesamte Post wurde dann mitgenommen, die Parten kamen schon kurz darauf bei den Empfängern an, die sich teils sofort mit Anrufen bei der Witwe meldeten. "Fast die ganze Verwandschaft meines Mannes hat nicht zum Begräbnis kommen können, weil sie es nicht gewusst hat – sie sind von Wien, Kärnten und überall", ärgert sich die Burgschleinitzerin.