Post streitet mit türkischem Partner

"Die türkische Aras Kargo will die Österreichische Post, die 25 Prozent an dem Paketdienstleister hält und weitere 50 Prozent holen will, aus dem Unternehmen drängen. Post-Generaldirektor Georg Pölzl: "Das ist blanker Unsinn".

"Die türkische Aras Kargo will die Österreichische Post, die 25 Prozent an dem Paketdienstleister hält und weitere 50 Prozent holen will, aus dem Unternehmen drängen. Post-Generaldirektor Georg Pölzl: "Das ist blanker Unsinn".

Die Post plant einen Anteilserwerb der restlichen 50 Prozent von Aras Kargo. Das Familienunternehmen wirft der Post jetzt aber vor, das Unternehmen nicht schnell genug zu entwickeln, außerdem gebe es kulturelle Differenzen und eine anti-österreichische Stimmung. "Das ist blanker Unsinn", so Pölzl in einem Ö1-Interview. Und: "Es gibt keine anti-österreichische Stimmung in der Türkei." Aber: "Wir wissen aus verhandlungstaktischen Gründen, dass versucht wird, Stories in die Welt zu setzen, die jeder Grundlage entbehren."

Der Partner habe Verträge nicht eingehalten, ein Schiedsgericht in Genf wurde angerufen, in Teilaspekten habe die Post schon Recht bekommen. Es gebe in der Türkei großes Interesse an Auslandsinverstitionen und Kooperationen mit österreichischen Firmen. Die Post hat größere Pläne in der Türkei, wie ein großer, moderner Hub in Istanbul.

Die EU braucht die Türkei, die Türkei braucht die EU"

Zu den politischen Entwicklungen, dass österreichische Spitzenpolitiker versuchen, die EU-Beitrittsverhandlungen mit der Türkei abzubrechen, habe Pölzl keine Reaktionen bemerkt. Auf wirtschaftlicher Ebene gebe es von beiden Seiten großes Interesse an einer künftigen, guten Zusammenarbeit. Er halte die türkische Volkswirtschaft zu denen mit den größten Wachstumschancen in der EU. Und: Die EU brauche die Türkei so, wie die Türkei die EU braucht.

 

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