Niederösterreich

Postamtsleiter (53) fladerte Mindestrentnerin 200 Euro

Autsch! Ein Postamtsleiter, der 30 Jahre bei der Post war, stahl aus Geldsendungen - einer Mindestrentnerin 200 Euro, einer Großmutter 100 Euro.
30.06.2021, 19:47

Drei Jahrzehnte lang war ein 53-jähriger Burgenländer bei der Post beschäftigt gewesen, war Briefträger und auch Postamtsleiter im südlichen NÖ.

Kuverts aufgerissen

In den letzten drei Jahren, von März 2018 bis Jänner 2021, soll er laut Anklage immer wieder Bargeld, Münzen, Gutscheine, Schmuck aus Briefsendungen entnommen haben. Der 53-Jährige ging dabei recht vorsichtig vor, stahl stets nur kleinere Beträge, nie den gesamten Betrag. Die aufgemachten Kuverts und Postsendungen klebte der Burgenländer sauber wieder zu. 

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Erst durch einen extra präparierten Brief flog der Postleiter auf. Der Gesamtschaden laut Anklage: knapp 10.000 Euro. 40 Fakten konnten dem Postler schließlich nachgewiesen werden. Der Schaden wurde von der Post gut gemacht - und in der Folge zahlte der Angestellte den Schaden der Post

"Warum haben Sie das getan?"

Eine Mindestrentnerin als Opfer vor Gericht in Richtung des Angeklagten: "Wissen Sie, wie das ist, wenn man nur 700 Euro im Monat Rente hat und es fehlen dann 200 Euro? Sie haben so einen schönen Beruf - warum haben Sie mich so geschädigt?"

Eine Großmutter hatte ihrem Enkel 250 Euro geschickt, nur 150 Euro kamen an, einen Hundertern streifte der Postbedienstete ein.

Das Urteil: Ein Jahr bedingte Haft (nicht rechtskräftig). Bei einer höheren Strafe hätte er sogar seine Pensionsansprüche verloren.