Postkarte mit 51 Jahren Verspätung zugestellt

"Besser spät als nie, dachte sich wohl die Post bei dieser Postkarte, die uns vergangene Woche mit 51 Jahren Verspätung erreicht hat"
"Besser spät als nie, dachte sich wohl die Post bei dieser Postkarte, die uns vergangene Woche mit 51 Jahren Verspätung erreicht hat"Kloster Münsterschwarzach
Auch durch Österreich führte die Reise einer Postkarte. Datiert auf den 20. April 1969, kam diese nun – besser spät als nie – an.

"Herzliche Grüße aus S. Anselmo", wünschte der Verfasser einer vergilbten Postkarte aus Rom. Datiert war diese auf den 20. April 1969, angekommen ist sie vergangene Woche in der Abtei Münsterschwarzach in Bayern. Diese postete die Karte prompt auf Facebook und erntete haufenweise belustigte Reaktionen.

Tatsächliche handelte es sich bei einem der Mitverfasser um einen Mönch des Klosters, der zu dieser Zeit in Rom an der internationalen Hochschule des Benediktinerordens studierte. "Anselm Grün kann sich nach 51 Jahren natürlich nicht mehr genau an alles erinnern - wohl aber, dass er eine Karte unterschrieben hat." Mit einer Transportgeschwindigkeit von rund 65 Metern pro Tag hat er allerdings auch nicht gerechnet.

Lebenswerk?

"Herrlich, ich habe das auch oft erlebt, dass Post aus Italien etwas länger gedauert hat, aber das ist schon Guinness-Buch- verdächtig", schreibt ein Nutzer unter dem Posting. "Na, immerhin hat die Post 51 Jahre nicht locker gelassen, um die korrekte Anschrift zu ermitteln", ein anderer. Ob es sich dabei um das eifrige Lebensprojekt eines Postmitarbeiters handelte, der 51 Jahre lang versuchte, die Adresse zu entschlüsseln?

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