Postler von Schneeball getroffen – droht Kind in Brief

An der Hauseingangstür eines Mehrfamilienhauses in Zürich hing dieser Brief.
An der Hauseingangstür eines Mehrfamilienhauses in Zürich hing dieser Brief.zVg
Beim Eingang eines Mehrfamilienhauses in Zürich hatte ein Postler kürzlich eine Nachricht "an das kleine Kind mit der blauen Jacke" hinterlassen.

An der Eingangstür eines Mehrfamilienhauses im Zürcher Kreis 6 hing kürzlich ein Schreiben. Adressiert war der handschriftlich verfasste Brief an ein Kind. Unterschrieben hatte der Postbote. Auf dem Zettel steht: "An das kleine Kind mit der blauen Jacke, das bestimmt hier wohnt. Du hast mich mit einem Schneeball getroffen."

Da das Fenster des Fahrzeugs offen war, habe der Schneeball ihn im Gesicht getroffen. "Ich hätte fast einen Unfall gebaut. Vielen Dank, dass du mich erschrocken hast", schreibt der Postler weiter. Er droht: "Da der Weihnachtsmann mein Onkel ist, habe ich ihm gesagt, dass du nächste Weihnachten kein einziges Geschenk bekommst." Mittlerweile ist der Brief nicht mehr da, wie ein Blick vor Ort zeigt.

"Der Schluss ist unglücklich formuliert"

Wie es bei der Post auf Anfrage heißt, hat man Kenntnis vom Schreiben. "Um die Kinder auf die Wirkung und Gefährlichkeit ihres Tuns aufmerksam zu machen, hat der Zusteller sie mit einem Aushang im entsprechenden Mehrfamilienhaus aufmerksam gemacht", sagt Sprecher Oliver Flüeler.

Dabei habe er versucht, sie in ihrer Kinderwelt anzusprechen. "Der Postbote hat es gut gemeint." Flüeler sagt aber auch: "Der Schluss mit dem Part zum Weihnachtsmann – das ist heute mit etwas Distanz zum Vorfall auch seine Meinung – ist unglücklich formuliert."

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