Politik

"Potenzielle Lebensgefahr" – Reisewarnung für Ukraine

Am Donnerstag hat Österreich eine Reisewarnung für die Ukraine ausgegeben, bei Reisen in das Land herrsche "potenzielle Lebensgefahr", heißt es.
24.02.2022, 08:51

"Reisewarnung für die Ukraine! Vor allen Reisen in die Ukraine wird aufgrund der unvorhersehbaren Sicherheitssituation eindringlich gewarnt. Es wird dringend geraten, die Ukraine unverzüglich zu verlassen", heißt es am Donnerstag vom österreichischen Außenministerium. Am "24.2. 00:00 Uhr wurde in der Ukraine der Notstand verhängt", so die Meldung. Entlang der "Kontaktlinie" zu Russland bestehe die Gefahr von kriegerischen Handlungen und potenzielle Lebensgefahr.

Seit Donnerstagmorgen dringt Russland mit Panzern und Flugzeugen in die Ukraine vor, nachdem Russlands Präsident Wladimir Putin die Separatistengebiete Luhansk und Donezk Anfang der Woche als unabhängig erklärt hatte. Es kommt zu Bombardierungen und Raketenangriffen, begleitet von Cyber-Attacken. Mehrere ukrainische Luftwaffenstützpunkte wurden bereits zerstört, laut dem ukrainischen Grenzschutz dringen mittlerweile auch russische Bodentruppen ins Land vor.

Autokolonnen von Flüchtenden

Die ukrainischen Streitkräfte vermeldeten mehrere abgeschossene russische Flugzeuge, Tote soll es bereits auf beiden Seiten geben. Infolge russischer Luftangriffe sind ukrainischen Angaben zufolge mindestens 7 Soldaten getötet und 15 weitere verletzt worden. Zudem würden 19 Soldaten vermisst, teilte das Innenministerium in Kiew am Donnerstagmorgen mit. Eine Brücke über den Fluss Inhulez in der Südukraine sei zerstört worden.

Videos in den sozialen Medien zeigen, wie sich auf den Straßen, die aus der ukrainischen Hauptstadt Kiew führen, kilometerlange Autokolonnen gebildet haben. Nach dem Einmarsch von russischen Truppen wollen viele Leute aus dem Kriegsgebiet flüchten. Auch an Tankstellen und Supermärkten kommt es zu langen Wartezeiten, wie in der Großstadt Kramatorsk, die östlich von Kiew liegt.

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