Vor Kurzem hat auf einem Flug der China Eastern Airlines eine Powerbank Feuer gefangen. Solche Vorfälle haben Behörden und Fluggesellschaften dazu gebracht, die Regeln zur Mitnahme von Powerbanks deutlich zu verschärfen.
Die neuen Richtlinien stammen von der International Civil Aviation Organization (ICAO) und sind seit dem 26. März 2026 in Kraft. Pro Passagier dürfen maximal zwei Powerbanks mitgeführt werden – und das ausschließlich im Handgepäck.
Wie Macwelt berichtet, hat die Lufthansa diese Einschränkungen bereits im Januar 2026 eingeführt: Powerbanks dürfen an Bord weder genutzt noch geladen werden. Sie müssen in der Sitztasche des Vordersitzes, am eigenen Körper oder im Handgepäck unter dem Sitz verstaut werden.
Powerbanks bis 100 Wattstunden darfst du problemlos mitnehmen. Bei Geräten zwischen 100 und 160 Wattstunden brauchst du eine Genehmigung der Fluggesellschaft. Alles darüber ist verboten.
Viele Hersteller werben mit Milliamperestunden (mAh). Um die Wattstunden zu berechnen, multiplizierst du den mAh-Wert mit der Spannung (meist 3,7 Volt) und teilst durch 1000. Eine Powerbank mit 20.000 mAh hat somit etwa 74 Wattstunden.
Laut Dr. Gerald Wissel von Airborne Consulting sind die Gründe für die Beschränkungen die rasche Verbreitung von Powerbanks sowie mangelnde Qualität bei Billigherstellern. Die US-Flugsicherheitsbehörde FAA registrierte 2024 rund 89 Vorfälle mit überhitzenden Lithium-Ionen-Batterien, 2025 waren es bereits 93.
Powerbanks sind für rund 39 Prozent aller dieser Vorfälle verantwortlich. Im Aufgabegepäck sind Lithium-Akkus bereits seit 2016 strikt verboten. Achte beim Kauf darauf, dass die Wattstunden-Angabe auf dem Gerät aufgedruckt ist – so bist du auf der sicheren Seite.