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Präsidentschaftswahl in Brasilien – Lula vor Bolsonaro

Der linke Ex-Präsident feiert ein Comeback. Nach einem hitzigen Wahlkampf schlägt er den rechten Amtsinhaber Jair Bolsonaro knapp.

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Luiz Inácio Lula da Silva hat die erste Runde der Präsidentenwahl in Brasilien knapp für sich entschieden.
Luiz Inácio Lula da Silva hat die erste Runde der Präsidentenwahl in Brasilien knapp für sich entschieden.
Andre Penner / AP / picturedesk.com

Bei der umkämpften Präsidentschaftswahl in Brasilien wird es am 30. Oktober nach Angaben der Wahlbehörde zu einer Stichwahl kommen. Der linke Spitzenkandidat Luiz Inácio Lula da Silva erhielt nach der Auszählung von 97,3 Prozent der Stimmen demnach 47,9 Prozent, der rechtsextreme Amtsinhaber Jair Bolsonaro 43,7 Prozent – und übertraf damit die Erwartungen. Wie das Oberste Wahlgericht auf seiner Website erklärte, sei damit eine zweite Runde "mathematisch definiert".

"Mehr Reisen, mehr Auftritte"

"Wir werden die brasilianische Gesellschaft von unseren Vorschlägen überzeugen müssen", sagte Lula vor enttäuschten Anhängern in Sao Paulo. Der Kampf gehe nun weiter "bis zum endgültigen Sieg, das ist unser Motto", sagte der 76-jährige Ex-Präsident, der Brasilien bereits von 2003 bis 2010 regierte. Er versprach nun "mehr Reisen, mehr Auftritte", um mehr Brasilianer für sich zu gewinnen.

Widersacher Bolsonaro zeigte sich trotz der Niederlage im ersten Wahldurchgang siegesgewiss. "Wir haben die Lüge besiegt", erklärte der rechtsextreme Politiker nach Bekanntgabe des Wahlergebnisses, das erheblich von den Vorhersagen des Meinungsforschungsinstitut Datafolha abwich.

Datafolha-Umfragen hatten Herausforderer Lula bereits im ersten Durchgang bei 50 Prozent der Stimmen und damit einem weitaus größeren Vorsprung vor Amtsinhaber Bolsonaro gesehen. Dieser lag Datafolha zufolge mit 36 Prozent hinter Lula zurück, schnitt nun aber weitaus besser ab als erwartet.

In vier Wochen findet eine Stichwahl zwischen Lula da Silva und Bolsonaro statt.
In vier Wochen findet eine Stichwahl zwischen Lula da Silva und Bolsonaro statt.
APA-Grafik / picturedesk.com
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