Prammer kritisiert Berlakovichs Reisepläne

Der U-Ausschuss verkommt immer mehr zur traurigen Polit-Satire. Eigentlich sollte sich Landwirtschaftsminister Nikolaus Berlakovich kommende Woche vor dem U-Ausschuss wegen angeblicher Inserate, die den ÖVP-Bauernbund unterstützen hätten, verantworten. Der Minister weilt aber in Luxemburg und Indien. Kritik hagelt es dafür von Nationalratrspräsidentin Barbara Prammer und Stefan Petzner.

Der U-Ausschuss verkommt immer mehr zur traurigen Polit-Satire. Eigentlich sollte sich kommende Woche vor dem U-Ausschuss wegen angeblicher Inserate, die den ÖVP-Bauernbund unterstützen hätten, verantworten. Der Minister weilt aber in Luxemburg und Indien. Kritik hagelt es dafür von Nationalratrspräsidentin Barbara Prammer und Stefan Petzner.

Laut Petzner "flüchtet der Minister vor dem U-Ausschuss nach Indien". Deshalb soll es noch am Freitag zu einer außerplanmäßigen Sitzung im Parlament kommen. Da würde Berlakovich noch in Österreich sein. Gegen die spricht sich allerdings Nationalratspräsidentin Barbara Prammer aus. Am Freitag tagt nämlich die Bundeskonferenz der SPÖ-Frauen.

Prammer: "Freitag wird wohl nicht gehen, weil ich schon großen Wert darauf lege, dass man auf wichtige Termine, die die einzelnen Parteien haben, Rücksicht nehmen muss." Und in Richtung Berlakovich meint sie: "Wo steht denn geschrieben, dass nicht auch ein Minister sich einmal am Parlament orientiert und auch Reisen danach ausrichtet?"

Kritik an der Kritik ließ nicht lange auf sich warten. ÖVP-Klubobmann Karlheinz Kopf verteidigte Berlakovichs Reisen als "Vertretung wichtiger Anliegen Österreichs im Ausland". Eine weitere Befragung von ihm sei "weniger vom Wunsch nach Wahrheitsfindung getragen als von jenem nach Fortsetzung einer völlig unsachlichen Polit-Show".

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