"Nicht alle Sicherheitsregeln erfüllt"

Helmut Graf
Helmut GrafBild: Helmut Graf
Das Unglückskarussell im Prater steht derzeit still, doch die Ermittlungen zum Unfall im "Extasy"-Kreisel laufen auf Hochtouren.
In der Halloween-Nacht kam es im Wiener Prater im Karussell Extasy zu einem Unfall. Dabei wurde ein elfjähriges Mädchen bei der Fahrt mit der Attraktion aus dem Sitz geschleudert und verletzt. Alia (11) wurde mit Prellungen am Arm und mit Verdacht auf eine Fraktur am Bein in ein Spital eingeliefert. Kripo-Ermittler nahmen das Fahrgeschäft nun unter die Lupe.

Erste Ergebnisse der polizeilichen Ermittlungen: "Es wurden keine technischen Mängel festgestellt. Aber es wurden auch nicht alle Sicherheitsauflagen erfüllt", so ein Beamter zu "heute.at".

Unfall hätte verhindert werden können



CommentCreated with Sketch.7 Zu den Kommentaren Arrow-RightCreated with Sketch. Die Elfjährige dürfte unerlaubterweise mit einem Rucksack durch den Security-Check gekommen sein und das ist in den strengen Sicherheitsauflagen verboten. Die Betreiber hätten sie damit gar nicht fahren lassen dürfen. Das Gepäckstück wurde nach dem Unfall zwischen den Sitzreihen gefunden, in denen es mit seiner Mutter saß.

Ein weiterer Aspekt, der zur Auflösung des Unfalles wichtig ist, weiterhin ungeklärt: die Größe des Mädchens. Mit dem Extasy-Karussell durfte man nämlich erst mit 1,40 Meter fahren - die Mutter von Alia ist allerdings der Meinung, dass ihre Tochter erst 1,30 Meter sei. Der Ermittler konnte diese mögliche Unfallursache nicht bestätigen: "Leider sind noch nicht alle Unterlagen vom Krankenhaus da, daher bleibt diese Frage noch offen."

Aus Sicherheitsgründen hat die Betreiberin mittlerweile die Mindestgröße beim "Extasy" angepasst. Fahrgäste müssen nun 1,50 Meter statt 1,40 Meter groß sein. Der kleinen Alia bringt das wenig, allerdings erholt sie sich langsam von ihren Verletzungen und befindet sich auf dem Weg der Besserung. (mz)

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