Praterstern-Angreifer: Protokoll der Flucht

Wahllos stach der Afghane auf Passanten ein und flüchtete. Spürhunde sorgten für die lückenlose Rekonstruktion der Fluchtroute.
Donnerstag, früher Vormittag in Wien. Autos dürfen die Praterstraße wieder passieren. Schaulustige bleiben beim Lokal "Kosu" stehen, vor dem sich der Messerangriff zugetragen hat. Nur Blutspuren beim Eingang des Japaners zeugen noch von der Wahnsinnstat. Bis ein Polizeibus vorfährt. Ermittler mit Suchhunden steigen aus.

"Heute" ist live dabei, als die Mordfahnder zurück an den Tatort kommen, um das Verbrechen lückenlos aufzuklären. Sie durchkämmen mit vierbeiniger Unterstützung das Grätzel. Dabei halten sie Ausschau nach Blutspuren und einer möglicherweise weggeworfenen Waffe.



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Zu diesem Zeitpunkt ist nämlich noch nicht mit Sicherheit bewiesen, dass der tags zuvor am Praterstern festgenommene Mann auch für die Attacke auf die Arztfamilie verantwortlich ist. Der Spürhund erschnüffelt dann aber Blut in einem Hauseingang wenige hundert Meter vom Tatort entfernt.

So kann die Fluchtroute rekonstruiert werden: Sie führte von der Praterstraße 42 durch einen Innenhof in die Czerningasse und weiter zum Czerninplatz. Auch dort durchquerte Jafar S. den Hof der Wohnhausanlage. In der Fruchtgasse 2 schlägt der Polizeihund an. Am Asphalt: wohl Blut vom Verdächtigen. Er hatte sich an der Hand verletzt, als er zornig gegen die Scheibe eines Lokals schlug, in dem sich ein Passant verschanzt hatte. Trotz seiner Wunde lief Jafar S. noch zum Praterstern, wo er erneut zustach. Erst dann war Endstation.

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