Praterstern wird umgebaut und bekommt Festival

Die grüne Leopoldstädter Bezirkschefin Uschi Lichtenegger in der Praterstraße,  einem ihrer Groß-Projekte für die nächsten Jahre.
Die grüne Leopoldstädter Bezirkschefin Uschi Lichtenegger in der Praterstraße, einem ihrer Groß-Projekte für die nächsten Jahre.Bild: Denise Auer
Uschi Lichtenegger zieht nach einem Jahr als Bezirkschefin Bilanz. Geplant: Attraktivierung des Pratersterns und Sanierung der Praterstraße.

"Im Fokus steht: Ich will die Bewohner der Leopoldstadt abholen, höre zu, hole ihre Meinung ein", sagt Uschi Lichtenegger (Grüne). Nach genau einem Jahr als Bezirksvorsteherin des zweiten Bezirks zog sie im Café Ansari in der Praterstraße Bilanz und gab einen Ausblick auf die Zukunft des zweiten "Hiebs".

Praterstern als urbaner Platz mit Festival

Ein lässiges Vorhaben: Der Verkehrsknotenpunkt Praterstern bekommt ein neues Gesicht. "Die Beleuchtungskörper werden erneuert. Außerdem soll der Platz kulturell bespielt werden", kündigt Lichtenegger an. Eine eigene Homepage soll für das "Praterstern-Festival" eingerichtet werden, auf der alle Initiativen vermerkt werden. "Es soll ein schöner, urbaner Platz werden", so Lichtenegger. Derzeit würden Financiers für einen Abriss der vier bis fünf großen Betonkörper gesucht – damit die Aufenthaltsqualität steigt. Neue Aufenthaltsbereiche und bessere Fußwege sollen kommen. Die Gestaltung ist durchlässig geplant, "die dunklen Ecken sollen weg", so Lichtenegger. 250.000 bis 300.000 Menschen steigen am Praterstern täglich um. "Es soll ein freundlicher Platz werden, wo die Menschen gerne hingehen."

Umbau der Praterstraße 2019 geplant

Das Projekt Praterstraße – zumindest dessen Umsetzung – ist bis auf weiteres in der Warteschleife. Wegen der EU-Ratspräsidentschaft im nächsten Jahr – es darf auf bestimmten Straßen nicht gebaut werden – soll der Umbau erst 2019 stattfinden. Doch: "Eine Verkehrszählung machen wir schon nächstes Jahr", kündigt Lichtenegger an. "Wir wollen auf keinen Fall, dass sich der Verkehr in die umliegenden Straßen verlagert." Dort, wo die Praterstraße zum Teil siebenspurig ist (etwa beim Nestroyplatz oder beim Praterstern), kann sich Lichtenegger durchaus vorstellen, dass die Straße so gestaltet wird, "dass Fußgänger und Radler es nützen können."

Nach 40 Jahren soll die sanierungsbedürftige Straße also endlich erneuert werden. 500 bis 600 Ideen zur Praterstraße seien an die Gebietsbetreuung gegangen. Was für die Anrainer der Praterstraße wichtig ist: "Die Menschen wünschen sich mehr Querungsmöglichkeiten und Verbindungen zwischen den Straßenseiten", so Lichtenegger. Außerdem finden die Bewohner die derzeit vorhandenen Radwege zu schmal, wünschen sich eine Öffnung des derzeit eingezäunten Therese-Krones-Parks. Auch eine Idee: Dass die teilweise vorhandene Allee mit Bäumen fortgesetzt wird.

Bilanz eines Jahres grüner Bezirksvorstehung

"Mein Motto ist, nicht zu streiten. Wir wollen ein Miteinander und kein Gegeneinander", so Lichtenegger. Die bisherigen Erfolge: Die Sichtrelationen auf Schulwegen seien verbessert worden. Und: "Wir haben Tempomessgeräte bei manchen Schulwegen aufgestellt", berichtet Lichtenegger. Ergebnisse: Auf der Nordbahnstraße wurden einmal 125 km/h gemessen, auf der Walcherstraße 85 km/h.

255 Bäume wurden allein im Herbst 2017 gepflanzt, so Lichtenegger, im gesamten letzten Jahr waren es 299 Bäume. Der zweite Bezirk hat insgesamt 5.299 neue Bäume. Gerade am Nordbahnhof-Gelände sei mit Beteiligung der Bürgerinitiativen "etwas gelungen". Dort ist bis 2020 auch ein Schulcampus für 4.800 Kinder geplant. Im Bezirk gibt es 44 neue Radständer und fünf neue E-Tankstellen.

290 neue Gemeindewohnungen sind am Handelskai 214 geplant. In der Oberen Augartenstraße 4 entstehen 45 geförderte Mietwohnungen. Und: Eine neue Bimlinie 12 kommt am Nordbahnhof.

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