Österreich

Preise für Öffi-Tickets steigen schon wieder

Heute Redaktion
14.09.2021, 02:30

Der Verkehrsverbund Ostregion (VOR) und die Wiener Linien erhöhen ab 1. Juli die Ticketpreise. Diesmal sind von der Tariferhöhung auch sogenannte Zeitkarten in Wien, Niederösterreich und dem Burgenland betroffen.

Die Wiener Öffis werden teurer: Ab 1. Juli erhöhen die Wiener Linien eine Reihe von Tarifen. Betroffen sind unter anderem der Einzelfahrschein, die Monats- oder die Wochenkarte. Besitzer von Jahreskarten bleiben ungeschoren. Auch Passagiere mit "alten" Fahrscheinen müssen ab Juli nicht sofort zittern.

Zonen-Einzelfahrscheine im Vorverkauf werden 2,20 Euro statt bisher 2,10 Euro kosten
Wochenkarten steigen von bisher 15,80 auf 16,20 Euro
Monatskarten: von bisher 47 Euro auf 48,20 Euro
Vier-Streifen-Tickets kosten ab 1. Juli 8,80 Euro statt bisher 8,40 Euro
24-Stunden-Tickets sollen von derzeit 7,10 auf 7,60 Euro erhöht werden
Preise der Jahreskarten bleiben mit 365 Euro (seit Mai 2012) gleich
Auch das Top-Jugendticket, 2012 in Wien, Niederösterreich und dem Burgenland eingeführt, sowie Senioren- und Studententickets sind von der Tarifanpassung ausgenommen
 Schwarzfahren wird ebenfalls nicht teurer

Übergangszeitraum

Verkauft werden die Fahrscheine ab nächsten Monat zu den neuen Tarifen. Es gibt jedoch einen "großzügigen" Übergangszeitraum bis Jahresende, wie die Wiener Linien am Mittwoch betonten. Was bedeutet: Ältere Tickets können noch so lange verwendet werden.

Die Wiener Linien betonen, dass die Tarifanpassungen nicht einmal die Hälfte aller Kunden betrifft, da über die Hälfte der Öffi-Nutzer eine Jahreskarte besitzt.

Die Geschäftsführerin der Wiener Linien, Alexandra Reinagl, begründete nach Bekanntgabe im April die Anhebungen mit der Veränderung wichtiger Indizes. So seien Kosten - etwa für Personal - gestiegen. Zudem hätten sich die Leistungen erhöht, wobei hier unter anderem Intervallverdichtungen ins Treffen geführt wurden. Auch in Service und Sicherheit müsse weiterhin investiert werden, betonte sie.

Die Preisgestaltung in der Verkehrsregion Ost ab 1. Juli:

Wochen- und Monatskarten sollen um etwa drei Prozent teurer werden.
Preise für Jahreskarten sollen um 2,8 Prozent (maximal aber um 50 Euro) steigen - allerdings erst ab August.

Pendler, die täglich von St. Pölten zur Arbeit in die Bundeshauptstadt fahren, müssen demnach künftig mit 1.530 Euro für eine Jahreskarte (inkl. Wiener Kernzone) kalkulieren - bisher waren es 1.480 Euro. Wer eine Jahreskarte von Eisenstadt nach Wien benötigt, zahlt ab August 1.386 Euro (statt bisher 1.347 Euro).

"Heute" auf Google als bevorzugte Quelle festlegen