Bekanntlich gibt es erhebliche Preisunterschiede am Immobiliensektor zwischen ländlichen Regionen und dem Stadtgebiet. Je näher man der Stadtgrenze kommt, desto teurer wohnt man. Jedoch gibt es auch innerhalb einzelner städtischen Bezirke große Unterschiede, heißt es nun in einem Marktbericht von Kubicek Immobilien.
Betrachtet man im speziellen Transdanubien - so wird der 21. und 22. Wiener Gemeindebezirk nördlich der Donau im Volksmund genannt - und die angrenzende Marchfeldregion mit ihren 23 Mitgliedsgemeinden im Näheren und vergleicht einzelne Grätzel miteinander, so stellt man eine erhebliche Preisschere fest.
Beide Regionen haben im Laufe der Jahrzehnte immer wieder Gebiete aneinander abgetreten, bis sie schließlich die gegenwärtige Gestalt erhielten und zum einen Wolkenkratzer (wie zum Beispiel der D- Tower mit einer Höhe von 250 Meter im Bezirk Donaustadt) und zum anderen weite offene Wiesen und Ackerflächen das Landschaftsbild prägen, welches einem stetigen Wandel unterzogen ist.
Im Bezirk Floridsdorf gibt es eine Preisspanne von 210 Euro pro Quadratmeter bis 1.000 Euro pro Quadratmeter Bauland, wobei Strebersdorf das teuerste Grätzel aufgrund der Nähe zum Bisamberg ist.
Im Wohnungssektor sowie bei Häusern unterscheidet man zwischen Erstbezug und bestehenden Objekten. Eine bestehende Wohnung kostet von 1.500 Euro/m² bis 3.900 Euro/m². Im Erstbezug kann man Wohnungen zwischen 3.300 Euro/m² und 5.800 Euro/m² erwerben, wobei der Stadtrand am günstigsten und die Grätzel rund um die Alten Donau am teuersten sind.
Im 21. Bezirk kosten bestehende Häuser von 268.000 Euro bis 800.000 Euro. Im Erstbezug bezahlt man für ein Haus zwischen 472.000 Euro und 969.000 Euro, wobei es rund um den Bisamberg und um die Alte Donau am teuersten ist.
In der Donaustadt liegt die Preisspanne für den Quadratmeter Bauland zwischen 330 Euro und 1.350 Euro. In Breitenlee und Neu-Essling lebt es sich am günstigsten, die teuersten Grätzel in Transdanubien mit Grundstückspreisen über 1.000 Euro/m² sind Kaisermühlen sowie andere Bereiche Nähe Alte Donau.
In diesem Bezirk boomt der Wohnbau, hier sind Preise im Erstbezug von 3.300 Euro bis zu 5.800 Euro gängig, wobei die günstigsten Preise in Breitenlee zu finden sind. Eine bestehende Wohnung gibt es hingegen bereits ab 1.700 Euro/m², kann aber bis zu 4.200 Euro/m² kosten. Die teuersten bestehenden Wohnungen gibt es in Kaisermühlen, Kagran, Stadlau und Aspern.
Möchte man ein Haus in der Donaustadt erwerben, so ist dies bei bestehenden Objekten bereits ab 125.000 Euro möglich und kostet bis zu 941.000 Euro. Die günstigsten Häuser findet man in Süßenbrunn, am teuersten ist es in Aspern. Selbstverständlich ist nicht nur die Lage, sondern auch der Zustand maßgeblich ausschlaggeben für die Preisbildung. Im Neubau findet man Preise von 314.000 Euro bis zu 1.320.000 Euro, am günstigsten ist es in Süßenbrunn, am teuersten ist es aufgrund der Nähe zur Alten Donau in Kaisermühlen sowie rund ums Mühlwasser.
Knapp außerhalb der Stadtgrenze, sind die Grundstückspreise zwar um ca. 40 % günstiger, jedoch ist den meisten Kaufinteressenten nicht bewusst, dass in NÖ noch die Gemeindeaufschließungskosten (nicht zu verwechseln mit den Anschlusskosten, die es natürlich auch in Wien gibt) von rund 25 Euro bis 30 Euro pro Quadratmeter hinzukommen, gibt Kubicek Immobilien in einer Aussendung zu bedenken.
Es überrascht hingegen nicht, dass Städte wie Gänserndorf, Deutsch-Wagram, Groß-Enzersdorf und Strasshof höhere Quadratmeterpreise verzeichnen, als die umliegenden kleineren Gemeinden. Hier sind Preise von 50 bis 380 Euro für den Quadratmeter Bauland gängig.
Häuser können im Marchfeld bereits ab 50.000 Euro in der Gemeinde Engelhartstetten erworben werden. Die Preise steigen, aufgrund der Nähe zu Wien auf bis zu 558.000 Euro in Groß-Enzersdorf.