Politik

Pressefoyer soll "situations- elastisch" besetzt werden

Heute Redaktion
14.09.2021, 15:21

Die Aussage von Verteidigungsminister Gerald Klug (SPÖ) über das neugestaltete Pressefoyer nach dem Ministerrat - das Erscheinen von Bundeskanzler Werner Faymann (SPÖ) entwickle sich "situationselastisch", erntete auf Twitter Spott und Hohn von Österreichs Journalisten.

Die Aussage von Verteidigungsminister Gerald Klug (SPÖ) über das neugestaltete Pressefoyer nach dem Ministerrat  - das Erscheinen von Bundeskanzler Werner Faymann (SPÖ) entwickle sich "situationselastisch" -  erntete auf Twitter Spott und Hohn von Österreichs Journalisten.

Nach dem Ministerrat traten am Dienstag Verteidigungsminister Gerald Klug und Außenminister Sebastian Kurz (ÖVP) erstmals gemeinsam vor die Presse - Faymann kommt "situaltionselastisch"

Was Faymanns Auftreten im Pressefoyer betrifft, werde dies "situationselastisch" gestaltet, so Klug, was für Lacher sorgte. Der Verteidigungsminister appellierte, der neuen Form eine Chance zu geben. Sie biete den Fachministern schließlich die Möglichkeit, über ihre Tätigkeiten und Aufgaben eine breite Öffentlichkeit zu informieren.

Twitter-Hohn

Auf Twitter wunderten sich User darüber, dass Spindelegger dann halt erst in einer Woche wieder dabei sein könnte. Und "Situationselastisch" gilt jetzt schon als "Wort" oder "Unwort des Jahres".

"Spindelegger kommt nächste Woche wieder"

Auf die Frage der Journalisten nach seinem Chef verwies Kurz verwies darauf, dass Vizekanzler Michael Spindelegger (ÖVP) beim Ecofin, dem Rat der Finanzminister, in Brüssel weile und dort eine Pressekonferenz am Nachmittag halte. Beim nächsten Ministerrat werde er selbstverständlich wieder da sein, so Kurz.

Spindelegger ließ später aus Brüssel ausrichten, dass er die Aufregung über das Ministerrats-Pressefoyer im Zusammenhang mit der Hypo-Krise zwar nicht verstehe, sich aber eine Änderung des Modus vorstellen könne. Jedenfalls habe er sich dem Thema Hypo keineswegs verweigert.

"Ich gehe nie durch die Hintertüre"

"Ich habe überhaupt keine Scheu, vor die Medien zu treten. Ich gehe nie durch die Hintertür, sie können mich immer fragen", sagte Spindelegger. Jedenfalls "gibt es keinen Spalt zwischen dem Bundeskanzler und mir. Wir haben schon gesagt, wir werden das nicht jedes Mal tun, sondern unterschiedlich handhaben". Wenn im Ministerrat etwas zu verkünden sei, werde dies gemacht. Über Projekte ohne Gesetzesvorlagen könnten auch Fachminister im Foyer Auskunft geben.

Pressefoyer "Sache der Regierungsspitzen"

Wirtschaftsminister Reinhold Mitterlehner (ÖVP) kann sich vorstellen, dass die Regierungsspitzen künftig gemeinsam mit einem Fachminister auftreten. In Zeiten aktueller Themen müssten diese von den Spitzen verantwortet werden. Grundsätzlich sei die Gestaltung des Pressefoyers jedoch Sache der Regierungsspitzen.

Innenministerin Johanna Mikl-Leitner (ÖVP) wollte dem Kanzler und dem Vizekanzler keine Zurufe erteilen, auch sie selbst wolle "selbstverständlich" einmal im Foyer auftreten, sei es doch wichtig, die Österreicher zu informieren. Auf den Schultern der Regierungskollegen laste viel Verantwortung und sie haben "viel zu berichten", so Mikl-Leitner. Zuletzt sei etwa über die für Familien wichtige Familienbeihilfe informiert worden. Das Pressefoyer biete hierfür "eine gute Gelegenheit".

Bereits letzte Woche gab es Aufregung beim Pressefoyer, als erstmals die neue Regelung in Kraft trat - die zwei Ministerinnen

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