Weil sie einen Priester nach einem Kuss erpresst haben soll, steht am Donnerstag eine 31-Jährige vor Gericht. 30.000 Euro soll sie von dem 61-Jährigen verlangt haben, nachdem es zu Zärtlichkeiten gekommen war.
Kennengelernt hatten sich die Ungarin und der Priester im Dezember 2013 auf dem Weihnachtsmarkt am Stephansplatz. Nummern wurden ausgetauscht, in der Folge rief der Geistliche die Ungarin an, um ihr Sympathiebekundungen zu übermitteln und lud sie ein, ihn besuchen zu kommen. Die Kosten hierfür übernahm der Mann, weshalb die Dame auch gerne der Einladung folgte und nach Wien kam.
Nach einem Monat und mehreren Besuchen küsste er sie, Geschlechtsverkehr sei aber "kein Thema" gewesen. Fortan rief er die Dame jeden Tag zwischen 8.00 Uhr und 9.00 Uhr Früh an, die Frau sprach "von einer Beziehung".
Nachdem die Beziehung zu Ende war, verlangte die Frau 30.000 Euro, sonst werde sie die Beziehung publik machen. Daraufhin schaltete der Seelsorger die Polizei ein. Nachdem der Priester im September die Zeugenladung aufgrund einer Krankheit nicht annehmen konnte, wird der Prozess am Donnerstag fortgesetzt.