Prince Charles auf Kunstfälscher reingefallen

Nicht alle Gemälde auf Prince Charles' "Dumfries House" sollen Originale sein, behauptet jetzt ein US-Kunstfälscher.
Nicht alle Gemälde auf Prince Charles' "Dumfries House" sollen Originale sein, behauptet jetzt ein US-Kunstfälscher.Bild: picturedesk.com/APA

Die Gemälde von Picasso, Monet und Dali, die in Prince Charles' "Dumfries House" hängen, sollen Fakes sein. Das behauptet zumindest ein Kunstfälscher.

Prince Charles (70) ist "not amused". In dem schottischen Herrenhaus "Dumfries House", das der britische Thronfolger im Jahr 2007 für rund 52 Millionen € für seine gemeinnützige Stiftung "Prince's Foundation" kaufte, sollen Kunst-Fälschungen an der Wand hängen. Das behauptet zumindest jetzt der Amerikaner Tony Tetro (69).

Ehrlicher Kunstfälscher

Tetro ist jedoch kein Kunstexperte, sondern war ein durchaus erfolgreicher Kunstfälscher, bis er in den 80er-Jahren aufflog und im Gefängnis landete. Seitdem ist er als „Ehrlicher Fälscher" unterwegs, der täuschend echte Nachahmungen bekannter Meisterwerke alter Meister anfertigt.

Falscher Picasso, Monet und Dali

Er behauptet jetzt gegenüber der "Mail on Sunday", dass die fraglichen Bilder in "Dumfries House" nicht von Claude Monet, Pablo Picasso und Salvador Dali (zusammen haben sie einen Versicherungswert von 120 Millionen Euro), sondern von ihm selbst gemalt worden seien. Dabei handele es sich um eine Auftragsarbeit für den britischen Unternehmer James Stunt (37), der die Bilder dann wiederum ans Prinz Charles' Herrenhaus auslieh. Stunt soll darauf bestanden haben, dass die Gemälde echt seien.

Was wusste Prince Charles?

Prince Charles, der als ausgesprochener Kunstliebhaber und -kenner gilt, ist jetzt in Erklärungsnot. Immerhin: Laut der "Prince's Foundation" trifft nicht der Kronprinz persönlich die Entscheidungen über Leihen von Privatleuten, sondern die Stiftung. Dennoch wurden vorsichtshalber die siebzehn Gemälde, die Stunt dem "Dumfries House" lieh, dem britischen Unternehmer zurückgeschickt.

Kleines Detail am Rande: Der Taufpate von James Stunt ist übrigens der berüchtigte Terry Adams, Kopf der kriminellen "Adams Family", der angeblich mächtigsten kriminellen Vereinigung im Vereinigten Königreich.

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