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Prince of Persia: Die Vergessene Zeit

Heute Redaktion
14.09.2021, 17:00

Mit der Rückkehr von Sam Fisher, einem Prince of Persia Kinofilm und dem meist gehassten Kopierschutz der Computerspiel-Geschichte machte Ubisoft in letzter Zeit viel von sich reden. Umso nebensächlicher wirkt da beinahe die neueste Installation der Prince of Persia Saga, Die Vergessene Zeit. Heute.at hat für Sie die Wii-Fassung des orientalischen Actiontitels angespielt.

Soviel vorweg: Bei Prince of Persia, Die Vergessene Zeit handelt es sich nicht um eine Spiel-zum-Film(-zum-Spiel) Umsetzung des zeitgleich erscheinenden Kinofilms, sondern um eine eigenständige Geschichte. Im Gegensatz zu PS3 und Xbox 360 wurde die Wii Version eigens entwickelt, wodurch sie sich sowohl inhaltlich als auch in der Bedienung stark von den anderen Versionen abhebt.

Gleich zu Beginn seines Abenteuers muss der Prinz aus einer orientalischen Stadt fliehen, die förmlich im Sand unterzugehen droht. Rings um uns stürzen Türme in sich zusammen, brechen Böden unter den Füßen des Prinzen weg und versinken ganze Häuser im sandigen Boden. Vielmehr als Drücke-A-zum-richtigen-Zeitpunkt wird dem Spieler hier noch nicht abverlangt, dennoch gehen die Bewegungen des Prinzen sehr effektvoll und geschmeidig ineinander über.

Neben Bewegungen, die den härtesten Parcours-Profi vor Neid erblassen lassen, macht der Königsspross auch mit dem Krummsäbel eine gute Figur, wenngleich das Kampfsystem mit Genregrößen wie God of War nicht mithalten kann. Die meisten Gegner lassen sich durch einfaches Button-Smashing ins Jenseits befördern. Grafisch und technisch setzt Die Vergessene Zeit keine Maßstäbe auf der Wii, die orientalischen Settings und der Stil hinterlassen aber ein stimmiges Gesamtbild.

Zusammenfassend unterhält Prince of Persia, Die Vergessene Zeit für ca. zehn Stunden Spielzeit mit einem schönen morgenländischen Setting, sehenswerten Kletter- und Sprungeinlagen und raffinierten Rätseln. In Sachen Story und Kampfsystem wäre aber mehr möglich gewesen.

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