Neue juristische Turbulenzen für den früheren Prinzen Andrew (66): Der 66-Jährige wird in einem Betrugsverfahren am High Court als Zeuge aussagen müssen. Der Termin soll noch heuer stattfinden und wird voraussichtlich um den 15. Dezember liegen.
Im Zentrum des Verfahrens steht ein mutmaßlicher Betrug durch einen früheren Finanzberater. Eine vermögende Frau wirft dem Mann vor, sie um ihr Geld gebracht zu haben. Andrew selbst wird kein Fehlverhalten vorgeworfen, dennoch könnten bei seiner Aussage unangenehme Fragen zu Zahlungen und seinen persönlichen Finanzen aufkommen.
Wie "Bunte" meldet, soll Andrew laut Gerichtsakten unter anderem 750.000 Pfund überwiesen bekommen haben. Die Frau habe das Geld über ihren Finanzberater an ihn transferiert, weil sie davon ausgegangen sei, im Gegenzug Unterstützung bei einer Passangelegenheit zu erhalten.
Der Finanzberater weist diese Darstellung zurück. Er bezeichnet die Summe als Geschenk, das keinen Bezug zu einem Reisepass gehabt habe. Andrew überwies den Betrag nach Angaben aus dem Jahr 2021 zurück.
Zusätzlich steht eine weitere Zahlung von 768.000 Pfund im Raum. Der Beklagte stellt diese Summe als Darlehen an den früheren Prinzen dar, das für den Kauf eines Chalets in der Schweiz bestimmt gewesen sei.
Der frühere Herzog von York muss für seine Aussage nicht zwingend persönlich vor Gericht erscheinen - eine Zuschaltung per Video wäre ebenfalls möglich. In dem Betrugsprozess tritt er ausschließlich als Zeuge auf.
An seinem 66. Geburtstag im Februar war Andrew allerdings zeitweise festgenommen worden. Ermittler durchsuchten dabei einen früheren sowie einen aktuellen Wohnsitz. Hintergrund ist der Verdacht auf Amtsmissbrauch aus seiner Zeit als britischer Handelsbeauftragter - diese Untersuchungen stehen jedoch nicht im Zusammenhang mit dem aktuellen Betrugsprozess.