Ein Bundeswehr-Kampfjet ist bei einer Übung über dem Sauerland mit einem Zivilflugzeug zusammengestoßen. Der Learjet mit zwei Menschen an Bord stürzte nach dem Unfall mit dem Eurofighter am Montag in ein Waldstück bei Olsberg-Elpe (Nordrhein-Westfalen) und ging in Flammen auf.
Ein Bundeswehr-Kampfjet ist im Juni 2014 bei einer Übung über dem Sauerland mit einem Zivilflugzeug zusammengestoßen. Der Learjet mit zwei Menschen an Bord stürzte nach dem Unfall mit dem Eurofighter am Montag in ein Waldstück bei Olsberg-Elpe (Nordrhein-Westfalen) und ging in Flammen auf. Nun, Ende September, liegt ein Vorfallbericht vor.
Der Zusammenstoß eines Learjets mit einem Eurofighter im Juni über dem Sauerland in Deutschland geht einem Medienbericht zufolge auf einen zu engen Kurvenradius des Zivilflugzeuges zurück. Der Learjet sei eine zu enge Linkskurve geflogen, wodurch er mit dem Eurofighter kollidierte, berichtete die "Süddeutsche Zeitung". Das gehe aus einem Zwischenbericht der deutschen Bundesstelle für Flugunfalluntersuchung (BFU) hervor, der der Zeitung vorliege.
Der Kampfjet sei demnach eine Linkskurve geflogen, während der Learjet zunächst leicht nach rechts steuerte und dann ebenfalls in eine Linkskurve gegangen sei. Laut der Aufzeichnungen des "Cockpit Voice Recorders" habe der Kopilot des Learjets zu dem Zeitpunkt gesagt: "Kannst du mal nehmen, ich kann den nicht mehr sehen." Zehn Sekunden später habe der Rekorder dumpfe Geräusche aufgezeichnet, bevor die Aufzeichnung nach einer Sekunde stoppte.
Fehler des Zivilpiloten vermutet
Bereits wenige Tage nach der Kollission des aus Schleswig-Holstein stammenden zivilem Flugzeugs mit einer Bundeswehrmaschine ging die Luftwaffe von einem Fehler des Learjet-Piloten aus. Da bei dem Eurofighter der Außentank abgerissen sei, vermute man, dass die Privatmaschine zu dicht von unten an den Kampfjet herangeflogen sei, sagte Ende Juni ein Sprecher der Luftwaffe in Berlin.
Die an einer Routine-Übung beteiligte Privatmaschine war am 23. Juni in etwa 2500 Metern Höhe mit einem Eurofighter der Luftwaffe kollidiert und in unmittelbarer Nähe von Häusern der Ortschaft Olsberg-Elpe abgestürzt. Es sollte die Situation simuliert werden, dass eine zivile Maschine ohne Funkverbindung in den deutschen Luftraum eintritt und von einem vorausfliegenden Eurofighter zum Landen gebracht werden soll. Die beiden Insassen des Learjets, die Ex-Militärpiloten waren, kamen bei dem Absturz ums Leben.