Österreich

Privatschulen werden teurer

Heute Redaktion
14.09.2021, 16:50

Niederösterreichs Eltern müssen für den Privatschul-Besuch ihrer Kinder tiefer in die Tasche greifen. Um bis zu 120 Euro wurde das Schulgeld im Vergleich zum Vorjahr angehoben. „In manchen Bezirken gibt es für die Kids keine Alternativen“, kritisiert AKNÖ-Präsident Hermann Haneder (Foto).

Insgesamt haben 27 von 50 mittleren und höheren Privatschulen heuer die Beiträge angehoben. Eltern müssen im Schnitt 40 Euro mehr Schulgeld bezahlen, in manchen Schulen sogar um bis zu 120 Euro. Durchschnittlich sind für eine Privatschule jährlich 1100 Euro an Schulgeld fällig.
Die Arbeiterkammer kritisiert fehlende Alternativen. „Die Preiserhöhung trifft vor allem jene Eltern, die ihre Kinder nur in eine Privatschule schicken können, wie etwa im Bezirk Melk. Dort gibt es keine öffentlichen höheren Schulen. Entweder zahlen die Eltern oder sie schicken ihr Kind in einen anderen Bezirk“, so Haneder.
Vor allem im Mostviertel besteht eine Unterversorgung an öffentlichen höheren Schulen. „Während im Weinviertel nur jedes achte Kind eine Privatschule besucht, sind es im Mostviertel ein Drittel der Schüler“, schildert der AKNÖ-Präsident.

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