Prognose zeigt weiteren Corona-Verlauf in Österreich

Das Sozialministerium hat auf seiner Corona-Infoseite nun auch eine kurzfristige Prognose über den weiteren Pandemie-Verlauf in Österreich veröffentlicht. Die Zahlen machen Hoffnung.
Mit dem heutigen Freitag wagt das Sozialministerium einen vorsichtigen Blick in die Zukunft der Pandemie-Entwicklung in Österreich. Ein Konsortium aus Experten von TU Wien, der MedUni und des Complexity Science Hub Vienna (CSH) sowie der Gesundheit Österreich GmbH hat anhand dreier unterschiedlicher wissenschaftlicher Modelle Kurzfristprognosen zur Zahl der Covid-19-Patienten sowie zu den aktuell verfügbaren Kapazitäten im Spitalsbereich errechnet.

Die Zahlen (siehe Diashow oben) geben Hoffnung. Sie lassen eine Abflachung der Kurve der Positiv-Getesteten erahnen, der Höhepunkt der Ansteckungen wird allerdings demnach auch in den nächsten Tagen – die Prognose reicht aktuell bis 9. April – noch nicht erreicht. Die Alpenrepublik ist also noch nicht über den Berg.

Eine Trendwende könnte sich aber bei jenen Patienten einstellen, die aktuell in den österreichischen Spitälern mit leichteren Symptomen in Normalpflege-Abteilungen behandelt werden müssen. Bei der Belegung der Intensivbetten dürfte es in den nächsten Tagen noch leicht bergauf, auf etwa 270 Patienten (aktuell 245), gehen.

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Zur Prognose



Das Forscherteam erstellte die Prognose unter der Annahme, dass die ergriffenen Maßnahmen zur Reduktion der Sozialkontakte effektiv auf das angestrebte Verhalten der Zivilbevölkerung und konstant über den Zeitverlauf wirken. Aufgrund der Inkubationszeit treten die Wirkungen zeitverzögert ein.

Datengrundlage für die Modelle ist das elektronische Meldesystem (EMS) des Bundes, das von den Bezirksverwaltungsbehörden gespeist wird. In regelmäßigen Abständen soll die Prognose erneuert werden. Die Wissenschaftler gehen davon aus, dass ihre Vorhersage mit steigender Datenzahl umso genauer ausfallen wird, da sie so die Auswirkungen der Maßnahmen besser abschätzen können.

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