Die Anzahl an bestellten Paketen steigt – und damit auch der Lieferverkehr sowie Staus. Im Rahmen einer Machbarkeitsstudie fanden die Wiener Linien heraus, dass die Bereitschaft von Fahrgästen, Pakete in den Öffis zu transportieren, groß sei – das Forschungsprojekt "Öffi-Packerl" war geboren.
Und so funktioniert es: Der Fahrgast nimmt das zu transportierende Paket aus einer Box und gibt es nach dem Aussteigen wieder in einer solchen ab. Beteiligt sind neben den Wiener Linien auch die Firma Fraunhofer Austria sowie die Österreichische Post AG. Getestet werden sollen die "Öffi-Packerl" nicht nur in der Stadt, sondern auch in ländlichen Gebieten. Damit der Pakettransport in der Straßenbahn allerdings in die Testphase gehen kann, ist noch einiges an Vorarbeit zu leisten.
Dafür startet die Fahrgastbefragung in die zweite Runde: Fahrgäste in- und außerhalb von Wien können an der Studie zum nachhaltigen Packerltransport teilnehmen. Abgefragt werden etwa die maximale Größe der Pakete und Gründe, ob, warum und wann man Pakete in den Öffis mitnehmen würde. Auch die Art und die Höhe einer möglichen Vergütung für den Transport von Paketen auf den täglichen Fahrten ist Thema.
Unklar ist noch, auf welchen Linien der Transport möglich wäre. Neben der Studie wird bereits an der notwendigen App sowie den Paketstationen gearbeitet, die durch Solarenergie auch ohne Stromanschluss funktionieren sollen. Mit ersten Testlieferungen im Forschungsprojekt ist ab Herbst 2024 zu rechnen.