Brisanter Prozess am Landesgericht Wr. Neustadt am Donnerstag: Heinz I. (45) soll Know-how eines Verpackungsunternehmens an die Konkurrenz verkauft haben. Vor Gericht bestritt der Prokurist die Tat - ein Urteil wird für Montag erwartet.
haben. Vor Gericht bestritt der Prokurist die Tat – ein Urteil wird für Montag erwartet.
Zeugen aus einigen europäischen Ländern, Blitzlichtgewitter in Wr. Neustadt am Donnerstag. Im Mittelpunkt: Der vom Scheitel bis zur Sohle gestriegelte Heinz I. (Name geändert) auf der Anklagebank. Der ehemalige Prokurist eines nö. Unternehmens soll laut Staatsanwaltschaft wertvolles Know-how über Klarsicht-Eierverpackungen aus alten Mineralflaschen (Foto oben) in die Slowakei verkauft haben (es gilt die Unschuldsvermutung).
350 Spionage-E-Mails
Aufgeflogen ist der Fall nur, weil der Geschäftsführer der Firma bei einem Termin in Dunajská Streda (Slowakei) ein Kuvert mit 350 Spionage-E-Mails auf seinem Autodach fand. Wenig später war der Prokurist bei dem Konkurrenzbetrieb in der Slowakei beschäftigt. Der Schaden laut Firma: über eine halbe Million Euro.
Vor Richterin Birgit Borns bestritt der eloquente Angeklagte jede Spionagetätigkeit und bekannte sich nicht schuldig. Ein Urteil wird für Montagabend erwartet – Heinz I. drohen wegen Untreue bis zu zehn Jahre Haft.