Das Cinema Paradiso ist eines der erfolgreichsten Kulturprojekte St. Pöltens. Doch das Kult-Kino hatte Probleme mit Anrainern; Gerichtsbeschlüsse wegen Lärmerregung brachten den Betrieb an den Rande des Abgrunds. Am Mittwoch verkündete Erwin Pröll die Rettung - der Filmtempel wird nun sogar renoviert und ausgebaut.
Es ist eine Story wie im Film: Vor sieben Jahren starteten Alexander Syllaba und Clemens Kopetzky im toten C2-Kino in St. Pölten ein kühnes Projekt. Sie gründeten Niederösterreichs erstes Programmkino. Mit Qualitätsfilmen, Veranstaltungen und der Bar wurde das Cinema Paradiso zum Publikumsmagneten. 500.000 Gäste kamen seither, Tendenz steigend.
Anrainerproteste brachten das Projekt beinahe zu Fall. Nun verkündete Erwin Pröll die Rettung. Das Cinema wird sogar erweitert, ein dritter Multifunktionssaal mit modernster Schalldämmung wird vom Architektur-Büro BWM in den Hof des Nachbarhauses gebaut. Nächtliche Konzerte können so weiterhin stattfinden. Auch die Bar wird um eine Nichtraucherzone erweitert. Die Kosten von 1,5 Millionen Euro teilen sich Land, Bund, Stadt und die Betreiber.Oswald Hicker