Politik

Promi-Unterstützung für SPÖ-Wahlkampf

Heute Redaktion
14.09.2021, 16:05

Nicht ohne Pathos - Filmmusik und rote Lichtershow zum Einmarsch der Kandidaten inklusive - ist am Samstag der Wahlkampfauftakt der Kärntner SPÖ für die Landtagswahl am 3. März im Casineum Velden am Wörthersee über die Bühne gegangen.

Spitzenkandidat Peter Kaiser beschwor die Einigkeit der Partei, die Notwendigkeit zum Wandel und ging alphabetisch die größeren und kleineren Skandale und Aufreger der vergangenen Zeit durch. Prominente Unterstützung bekamen die Kärntner Genossen unter anderem von Franz Voves aus der Steiermark sowie Josef Ostermayer und Laura Rudas aus Wien.

Wahlkampfkostenbeschränkung

Landesgeschäftsführer Daniel Fellner bekräftigte, den versprochenen plakatfreien Wahlkampf und die Wahlkampfkostenbeschränkung "auf Punkt und Beistrich" einzuhalten. Landesrätin Beate Prettner sagte, die SPÖ werde die 33 Punkte des Programms - darunter flächendeckende Kinderbetreuung, der Schutz des Wassers vor Spekulation und die Abschaffung des Pflegeregresses - "Schritt für Schritt" umsetzen. Voves träumte laut von einem "sozialdemokratischen Süden Österreichs" und von dem Tag, "an dem es in der Landeshauptleutekonferenz fünf zu vier steht", die SPÖ also die Mehrheit hat.

Ostermayer sprach die Ortstafellösung an, für die sich Kaiser im Hintergrund sehr engagiert habe. Kaiser uns sein Team stünden nicht für "Dauerparty und Eventpolitik", für "Brot und Spiele, wo langsam das Brot ausgeht". Die SPÖ stehe vielmehr für "Sachpolitik, Seriosität und Glaubwürdigkeit". Innerparteilich habe Kaiser für Geschlossenheit gesorgt, so der Staatssekretär. An die Funktionäre richtete er den Appell: "Bewahrt sie euch!" In Richtung FPK gab es harsche Worte. Mit Landeshauptmann Gerhard Dörfler (FPK) habe er zwar eine gute Gesprächsbasis, wisse aber auch: "Wo Dörfler draufsteht, sind Scheuch und Dobernig drinnen."

"Haben die Kraft, Nummer eins zu werden"

Der Spitzenkandidat eröffnete seine Rede mit einem Rückblick auf die eigene, entbehrungsreiche Kindheit, die mit der Politik Bruno Kreiskys eine Wendung zum Positiven erfahren habe. Plötzlich habe er nämlich eigene Schulbücher bekommen und konnte auch am Schulskikurs teilnehmen. Dann widmete sich Kaiser dem Zustand der Partei und den bevorstehenden Wahlen: "Wir sind ein Team geworden." Den Funktionären machte er noch einmal das Ziel klar: "Wir haben einen Rückstand von 16 Prozent aufzuholen. Das ist viel. Aber wir haben die Kraft, die Nummer eins zu werden und den Landeshauptmann zu stellen."

Den Menschen im Land müsse immer wieder in Erinnerung gerufen werden, warum der Wechsel im Land notwendig sei, sagte Kaiser und zählte ein Alphabet von Abwanderung, die aufzuhalten sei, bis Zukunftsfonds. "Kärnten kann mehr, als sein Landesvermögen zu versenken", sagte der rote Kandidat. Die FPK-Pläne, den Fonds aufzulösen, bezeichnete Kaiser als "Wahlkampfpropaganda" und "Stimmenkauf".

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