Propaganda-Attacke auf deutsche Soldaten

Bild: Reuters

Russland zündelt wohl wieder. Nach dem US-Wahlkampf haben Putins Agenten nun die deutsche Bundeswehr im Visier. Sie streuten laut NATO-Diplomaten Gerüchte, Soldaten hätten eine Minderjährige in Litauen vergewaltigt.

Am 24. Jänner landeten die ersten deutschen Truppen in Litauen. Ihre Mission: Russland abschrecken, NATO-Grenze schützen. Seit der Annexion der ukrainischen Halbinsel Krim wächst die Angst vor einer russischen Attacke. Diese rollte am 14. Februar nicht als Panzerkolonne nach Litauen, sondern flatterte als Mail ins Postfach.

Das Schreiben ging an den lokalen Parlamentspräsidenten sowie mehrere Medien. Von einer Vergewaltung stand geschrieben, am 9. Februar im Dörfchen Jonava nordwestlich der Hauptstadt Vilnius. Deutsche Soldaten in Uniform hätten sich auf eine Minderjährige gestürzt. Mehrere Medien berichteten, nur: Alles erlogen, so Polizei und Regierung.

Am Donnerstag bestätigte auch das Verteidigungsministerium in Berlin die Fake-News-Attacke. Der deutsche "Spiegel" zitierte NATO-Diplomaten, wonach die Falschmeldung aus Russland stammen dürfte. Bereits im Vorjahr hatten dort Medien behauptet, Flüchtlinge hätten eine Russin in Berlin vergewaltigt und die Polizei unternehme nichts. Der wahre Grund für die Untätigkeit: Auch diese Geschichte war erlogen.

 

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