Prostituierte zu Sex bei Harley-Treffen gezwungen

Bild: dpa / Symbolfoto

Das Harley-Treffen in Faak am See bleibt in den Schlagzeilen - aber nicht wegen den Bikes. Nachdem die ersten Motorraddiebstähle geschehen waren und ein Lastwagen mit Bikes im Millionenwert abbrannte, gibt es nun Aufregung im Rotlicht-Milieu. Die Polizei hat 13 Frauen identifiziert, die zur Prostitution beim Treffen gezwungen wurden.

, gibt es nun Aufregung im Rotlicht-Milieu. Die Polizei hat 13 Frauen identifiziert, die zur Prostitution beim Treffen gezwungen wurden.

Insgesamt überprüften die Ermittler 31 Lokale und acht Wohnungen beziehungsweise Herbergen, so Gerald Tatzgern, Leiter der Zentralstelle Menschenhandel im Bundeskriminalamt, und Gottlieb Türk, Leiter des Landeskriminalamts Kärnten. "Die Betroffenen waren sehr überrascht, dass sie in ihrer Muttersprache angesprochen wurden", erklärte Türk, der auf den Rumänisch-Dolmetscher anspielte.

Speziell ausgebildete Beamtinnen sowie der Dolmetscher sprachen die Prostituierten an, was Vertrauen bei den Frauen schuf. Eine der Sexarbeiterinnen habe sich im Nachhinein noch an die Ermittler gewandt und gesagt, das einige ihrer Kolleginnen nicht freiwillig hier seien oder zumindest unter Vorspiegelung falscher Tatsachen hergelockt wurden, so die Polizei. Letztendlich wurde 13 großteils rumänische Frauen identifiziert, die zur Sexarbeit gezwungen wurden.

Auch Zuhältern auf der Spur

Neben den Opfern identifizierten die Polizisten auch 14 Kontaktpersonen aus ihrem Umfeld, wobei die Experten vermuteten, dass es sich um Zuhälter handeln könnte. Zu ihnen gibt es in Rumänien weitere Ermittlungen. Türk und Tatzgern kündigten an, dass weitere derartige Aktionen in Österreich folgen sollen. Überprüft wurde auch die Einhaltung der Bordell-Bewilligungsrichtlinien. Dabei gab es laut Tatzgern keine einzige Beanstandung.

Beim Harley-Treffen am Kärntner Faaker See sind bis Freitag sechs Bikes im Gesamtwert von 150.000 Euro gestohlen worden. Es gab laut Polizei fünf Verkehrsunfälle mit Harley-Fahrern. Fünf Personen wurden dabei verletzt, drei davon schwer. Gröbere Gewaltdelikte oder Ausschreitungen gab es zunächst nicht. Radarstrafen wurden heuer um ein Drittel weniger verteilt.

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