Prostituierten-Mord: Spaziergeher findet Kopf

Taucher der Hamburger Polizei bargen jetzt einen abgetrennten Frauenkopf. In den Gewässern der Stadt wurden bis heute insgesamt elf Leichenteile entdeckt. Sie sollen von einer getöteten Prostituierten (48) stammen.
Taucher der Hamburger Polizei bargen jetzt einen abgetrennten Frauenkopf. In den Gewässern der Stadt wurden bis heute insgesamt elf Leichenteile entdeckt. Sie sollen von einer getöteten Prostituierten (48) stammen.Bild: picturedesk.com
Grusel-Fund in Hamburg (D): Ein Passant sah einen Kopf im Fluss treiben – gehört er zu einer getöteten Prostituierten?

So hatte sich der Hamburger Fußgeher seinen Mittags-Spaziergang bestimmt nicht vorgestellt! Gruselig: Laut Polizei sah der Mann im Stadtteil Horn um 13.36 Uhr im Fluss Bille einen abgetrennten weiblichen Kopf treiben – es soll sich um den Kopf einer afrikanischen Prostituierten handeln. Die Frau (48) wird vermisst und soll ermordet worden sein.

Polizeitaucher, die ganz in der Nähe nach Leichenteilen gesucht hatten, eilten an die Fundstelle – und bargen den Kopf. In der Rechtsmedizin soll nun mit einem DNA-Schnelltest geklärt werden, ob es sich um den Kopf der Vermissten handelt.

Verteilt der Killer die Überreste seines Opfer in den Gewässern der Stadt?

In den letzten zwei Wochen waren in Hamburg immer wieder Spaziergänger und Bootsfahrer auf Leichenteile gestoßen. Die Polizei geht davon aus, dass der Mörder sein Opfer zerstückelte und die sterblichen Überreste gezielt über die Gewässer der Stadt verteilte – das erste Körperteil war am 3. August aufgetaucht.

Mit dem Kopf wurden nun insgesamt elf als Leichenteile identifizierte Gegenstände geborgen – sie lagen teils mehr als 20 Kilometer voneinander entfernt. Aus taktischen Gründen hat die Polizei bei vielen der Funde nicht verraten, um welche Körperteile es sich handelt – das ist Täterwissen. Wie im Horrorfilm: "Es fehlen noch Körperteile", sagt Polizeisprecherin Heide Uhde.

Profiler prüfen, ob es sich um einen Serienmörder handelt

Die Polizei gibt zu dem Fall nur wenige Details preis und sucht weiter nach Zeugen. Das Opfer soll aus Äquatorialguinea stammen, Kinder haben und eine Zeit lang in Spanien gewohnt haben. Zuletzt soll sie im Stadtteil St. Georg in der Nähe des Hauptbahnhofs als Prostituierte gearbeitet haben – am 1. August war sie zum letzten Mal lebend gesehen worden.

Bei den Prostituierten in Hamburg geht die Angst um und die Polizei prüft, ob es Parallelen zu anderen Verbrechen gibt – Profiler schauen deutschlandweit und auch über die Grenzen hinweg, ob es ähnliche oder vergleichbare Fälle gibt ...

(tas)

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