Protest gegen Schlachthof bei Gemeinderatssitzung

Bürgerproteste bei der Gemeinderatssitzung am Mittwoch in Traismauer (St. Pölten): Der Antrag, ob die Gemeinde an einen Schlachthof-Betreiber verkauft, wurde zurückgezogen.

Aufregung gestern, Mittwoch, bei der Gemeinderatssitzung in Traismauer: Es kam zu Bürgerprotesten, für Unsicherheit sorgt nämlich in der Gemeinde derzeit der mögliche Bau eines Schlachthofes.

Im Zentrum der rund vierstündigen Sitzung stand der Verkauf eines Grundstücks östlich von Gemeinlebarn – für den Bau eines Schlachthofes. Etwa 50 Bürger verfolgten teils unter Protest (Transparente, Plakate) die Sitzung.

Bürgermeister Herbert Pfeffer (SP) wurde die Sache zu heiß, er und seine SP-Mandatare zogen sich zur Beratung zurück.

Nach der Wiederaufnahme der Sitzung sagte Pfeffer, man solle über den von Stadträtin Veronika Haas (VP) gestellten Antrag zur Zurückweisung der Schlachthof-Sache an den zuständigen Ausschuss abstimmen. Dem Antrag wurde einstimmig stattgegeben.

Die Unsicherheit in der Bevölkerung ist vor allem deshalb groß, weil es keine Infos vorab gab, immerhin soll das zum Verkauf stehende Areal 4.000 Quadratmeter groß sein. Der Schlachthof soll in einem Gebiet errichtet werden, wo es derzeit keine Firmen gibt. Kanal, Strom usw. müssten erst aufgeschlossen werden.

Wenn es zum Bau kommt, welche andere Firmen möchten sich dann noch auf diesem Gebiet ansiedeln? Sind die Aufwendungen das wert?, fragen sich Bürger.

(wes)

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