Protest: SPÖ befürchtet Aus für Lorenz Böhler Spital

SPÖ-Protestaktion vor dem Lorenz Böhler Krankenhaus
SPÖ-Protestaktion vor dem Lorenz Böhler KrankenhausHeute.at
Die Wiener SPÖ sieht Anzeichen, dass das Lorenz Böhler Unfallkrankenhaus totgespart werden soll. Die AUVA dementiert derartige Pläne.

Die Bezirks-SP, sozialdemokratische Gewerkschafter und zahlreiche Privatpersonen – insgesamt etwa 150 Menschen – haben am Mittwoch eine Menschenkette um das Lorenz Böhler Spital in Wien-Brigittenau gebildet. Der Grund für die Protestaktion war, "dass sich in den letzten Wochen die Anzeichen dafür mehren, dass das türkise AUVA-Management den Vertrag mit Wien zur Beibehaltung des Standorts Zug um Zug aushöhlen will", heißt es in einer Aussendung.

Die Demonstranten zogen quasi einen Schutzring um das Krankenhaus. "Die Pläne des AUVA-Managements gefährden nicht nur Arbeitsplätze, sondern würden auch zu einer Reduktion der Beiträge der UnternehmerInnen zur Unfallversicherung führen, wodurch sich wiederum die Situation der ArbeitnehmerInnen verschlechtern würde", so die SPÖ.

"Klares Bekenntnis zum Standort"

Die AUVA dementiert Pläne, den Standort aufzulassen. Es gebe "ein klares Bekenntnis zum Standort Lorenz Böhler/Brigittenau des Traumazentrum Wien." In welcher Form er weitergeführt wird, das sei derzeit noch Gegenstand von Verhandlungen mit der Stadt Wien bzw. dem Wiener Gesundheitsverbund. "Fest steht, dass der Standort weiterhin von der Rettung angefahren werden kann, auch können Patientinnen und Patienten dort weiterhin selbst die Ambulanz aufsuchen. Lediglich Polytraumen – also Verletzungsmuster im Bereich mehrerer Körperregionen oder Organsysteme, von denen eine einzelne oder die Kombination mehrerer Verletzungen eine Lebensbedrohung darstellt – werden künftig ausschließlich am Standort Meidling (oder in einem Haus des Wiener Gesundheitsverbundes) behandelt."

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