Niederösterreich

Protestaktion gegen Schächten in NÖ – Polizeieinsatz

Der Verein "RespekTiere" zieht mit seiner Protesttour durch Niederösterreich. Heute ist in St. Pölten Station.

Erich Wessely
Verein protestiert gegen Schächten in NÖ.
Verein protestiert gegen Schächten in NÖ.
VGT

Der Verein "RespekTiere" macht "auch heuer wieder auf eine unglaubliche Tierqual aufmerksam, welche aus verschiedenen Gründen immer noch im Schatten kursiert. Jetzt, zu den Islamischen Opfertagen, eskaliert die Situation regelmäßig. Im Vorjahr haben wir, der 'Verein gegen Tierfabriken' und 'RespekTiere', unfassbares Videomaterial vom betäubungslosen Schlachten zugespielt bekommen, womit sich die Staatsanwalt bis heute beschäftigt. Ein damals von uns aufgedeckter Schächthof ist bis dato geschlossen - dort gab es schrecklichste Missstände. Beispielsweise wurde eine nach dem Schächtschnitt vorgeschriebene Betäubung gar nicht gesetzt, Tiere wurden bei lebendigem Leibe zerstückelt. Ein Behördenversagen wurde dramatisch", heißt es seitens "RespekTiere".

Die vorgeschriebene Anwesenheit eines Behördenorganes sei sträflichst vernachlässigt worden.

"Besonders erschütternd"

Bei einem zweiten Hof waren die Verhältnisse ähnlich. "Dass an jenem Ort im Bezirk Wr. Neustadt-Land aber heuer bereits wieder im großen Stile geschächtet wurde, ist besonders erschütternd", kritisiert Tom Putzgruber vom Verein "RespekTiere".

Sein Verein startete auch heuer wieder eine Protesttour. "Schon am Freitag hatten wir vor der BH Korneuburg auf das letztjährige Behördenversagen aufmerksam gemacht, um die Zuständigkeit daran zu erinnern, ihre Sache heuer besser zu machen", so Putzgruber.

Am Samstag konnte man "RespekTiere"-Aktivisten in blutigem Schafskostüm und Gevatter Tod sehen - auch ein (kunst-)blutiger Metzger in der Wiener Neustädter Innenstadt war anwesend. Transparente wie "Religionsfreiheit ist keine Rechtfertigung für Tierquälerei" wehten dabei im Wind, ebensolche wie "Wir kreuzigen Jesus jeden Tag - in unseren Mastställen und Schlachthöfen".

Polizeieinsatz bei Protestaktion

Ein Protest vor einem Schächt-Schlachthof im Bezirk Baden eskalierte dann völlig. "Ein Dutzend Männer stürmte auf die AktivistInnen zu, bedrohte sie körperlich, beschimpfte sie auf unflätigste Art und Weise. Erst die Polizei, mit einer Dutzendschaft angerückt, konnte die Situation schließlich beruhigen. Selbst ein zufällig vorbeigekommener Journalist wurde dabei attackiert, an seiner Arbeit be- und verhindert und verbal erniedrigt", heißt es seitens des Vereins.

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    Verein protestiert gegen Schächten in NÖ.
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    Später folgte noch eine Kundgebung in Baden selbst - vor der Pestsäule konnte man erneut Aktivisten sehen, dazu wurden entsprechende Informationen sowie Botschaften über das Megaphon kundgetan.

    Ausnahmsloses Verbot gefordert

    "RespekTiere" fordert seit Jahren ein ausnahmsloses Verbot des betäubungslosen Schlachtens: "Ein solches wurde bereits in vielen Ländern umgesetzt, Österreich, als Tierschutzland, sollte sich dem tunlichst anschließen. Auffällig ist ja, dass das Bundestierschutzgesetz ein unbetäubtes Schlachten dezitiert verbietet, es somit offiziell zur Tierquälerei erklärt, es aber andererseits durch eine solche Ausnahmeregelung wieder ermöglicht. Ein Fall von Ironie. Unglaubwürdig, zumindest!"

    Die Protesttour wird weiter fortgesetzt, am Montag um 10.30 folgt das Landhaus in St. Pölten, am Dienstag ist der Verein am Stock-im-Eisenplatz in Wien zu sehen.

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