Am 29. Jänner hat die FPÖ wieder zum umstrittenen Akademikerball in die Wiener Hofburg geladen. 2.800 Polizisten sorgten in der Innenstadt für Sicherheit. Die im Vorfeld befürchteten Ausschreitungen und Randale blieben aus. Trotz mehrerer tausend Demonstranten kam es nur zu kleineren Einsätzen. Lediglich drei Personen sollen verhaftet worden sein.
Groß war die Anspannung vor dem Akademikerball in der Wiener Hofburg. Es wurden ähnliche Randale wie in den letzten Jahren erwartet. Doch die blieben zum Glück fast vollständige aus.
Kurz nach 18 Uhr setzte sich der Demonstrationszug, der im Lauf des Abends auf 5.000 (Schätzung Polizei) bzw. 8.000 Demonstranten (Schätzung Veranstalter) angewuchs, von der Hauptuni aus in Bewegung. Unter den Teilnehmern befanden sich auch rund 70, teilweise vermummte Aktivisten, die an den Schwarzen Block erinnerten.
Der Demozug, der sich durch den 1. Bezirk über die Ringstraße bis hin zum Museumsplatz schlängelte, verlief weitgehend ohne Zwischenfälle. Es wurden ein paar Böller gezündet, Polizisten wurden vereinzelt mit Eiern und Bierdosen beworfen. Nach der offiziellen Beendigung der Demonstration kam es zu Taxiblockaden in den engen Gassen rund um die Hofburg. Vereinzelte Sitzblockaden wurden von der Polizei, die mit insgesamt 2.800 Beamten im Einsatz war, aufgelöst.
Bis 23 Uhr gab es drei Verhaftungen von Demonstranten, zwei davon wegen strafrechtlichen Delikten. Es sollen auch kleine Gruppen von Rechtsextremen in der Stadt unterwegs gewesen sein, und Demo-Teilnehmer mit Pfefferspray attackiert haben. Drei von ihnen sollen unbestätigten Gerüchten zufolge auch kurzzeitig festgenommen worden sein, kurze Zeit später allerdings wieder freigelassen worden sein.
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