Prozess: Dobermann stundenlang im Auto eingesperrt

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Ein Wiener (40) stand Mittwoch wegen Tierquälerei vor Gericht in Wien. Der Mann soll seinen Hund bei über 30 Grad in der Lugner City Tiefgarage stundenlang im Auto eingesperrt haben. Die Fenster waren zu, der Dobermann wäre fast gestorben. Der Hundebesitzer wurde verurteilt.

 
Der Mann gab am Wiener Landesgericht an, seinen 10-jährigen Dobermann am 29. Juli im Auto "vergessen" zu haben. Er hätte mit seiner Freundin in der Lugner City (Fünfhaus) "kurz etwas vorgehabt" und nicht mehr an den eingesperrten Hund gedacht. Dieser japste in der Sommerhitze im geschlossenen Fahrzeug um Luft.

Zwei Frauen entdeckten das Tier und holten Hilfe. Die Feuerwehr schlug die Scheiben des Autos ein und befreiten den Dobermann in letzter Minute aus dem überhitzten Gefängnis. 

Der Angeklagte bedankte sich am Mittwoch bei den Damen, die seinem Hund das Leben retteten. Doch die Reue brachte nichts: Der Wiener wurde wegen Tierquälerei zu drei Monaten bedingter Haft verurteilt. Der Angeklagte nahm das Urteil an – es ist somit rechtskräftig. 

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