Frau mit Hammer und Holzscheit erschlagen

Der Angeklagte vor Gericht in Wien.
Der Angeklagte vor Gericht in Wien.Bild: Helmut Graf

Milisav N. (20) soll im Jänner eine Pensionistin in Wien-Penzing ermordet haben. Heute steht der Verdächtige vor Gericht, bisher leugnete er die Tat.

Im weißen Hemd und mit Turnschuhen schlurfte der Verdächtige Mittwochfrüh in den Großen Schwurgerichtssaal am Wiener Landesgericht. Geblendet vom Blitzlicht der Fotografen, nahm der Bursche auf der Anklagebank Platz. Der 20-Jährige soll am 23. Jänner eine Pensionistin (91) in ihrer Wohnung in Wien-Penzing mit einem Holzscheit und einem Hammer erschlagen haben.

Bisher leugtnete der Angeklagte die Tat, doch ein DNA-Gutachten belastet ihn schwer. Laut Staatsanwaltschaft soll Milisav N. versucht haben, die 91-Jährige zur Rücknahme einer Anzeige zu überreden. Die Pensionistin hatte die Schwester des Verdächtigen angezigt, weil diese der 91-Jährigen 1.600 Euro und den Reisepass gestohlen haben soll. Bei dem Geld handelte sich um die bar ausbezahlte Pension des Opfers.

Als der Bruder auftauchte, weigerte sich die Pensionisti, die Anzeige zurückzunehmen. Da soll der 20-Jährige zu einem Holzscheit und dann zu einem Hammer gegriffen und zugeschlagen haben. Die gehbehinderte Frau starb, der Verdächtige wurde wenig später in einem Versteck im Marchfeld bei Wien festgenommen. Morgen soll es ein Urteil geben, dem Angeklagten droht lebenslange Haft. (pet)

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