Drogenterrorismus

US-Prozess gegen Maduro beginnt im Juni 2027

Nicolás Maduro muss sich ab Juni 2027 in New York vor Gericht verantworten. Dem Ex-Präsidenten droht eine lebenslange Haftstrafe.
Newsdesk Heute
22.07.2026, 20:47
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Die USA machen dem abgesetzten venezolanischen Präsidenten Nicolás Maduro ab 1. Juni 2027 den Prozess. Ein Bundesgericht in New York hat den Termin am Mittwoch in Anwesenheit von Maduro festgelegt. Dem 63-Jährigen droht eine lebenslange Haftstrafe wegen "Drogenterrorismus".

Die Staatsanwaltschaft wirft Maduro und seiner 69-jährigen Ehefrau Cilia Flores vor, sich an der Spitze von Venezuela mit Drogenkartellen verbündet und tonnenweise Kokain in die USA geschmuggelt zu haben. Beide haben Anfang Jänner in New York auf nicht schuldig plädiert.

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Vor dem Gerichtsgebäude in Manhattan haben wieder Anhänger und Gegner vom gestürzten Staatschef demonstriert. Einige haben Plakate mit Aufschriften wie "Befreit Präsident Maduro" getragen und venezolanische Fahnen geschwenkt. Gegendemonstranten haben Plakate in die Höhe gehalten, auf denen Maduro und Flores als "Diktatoren" bezeichnet wurden.

Neben dem Strafverfahren droht Maduro auch ein Zivilprozess. Die Familien von fünf jungen Männern, die in Venezuela hingerichtet worden sind, haben Anfang Juli Klage eingereicht. Sie werfen dem früheren Staatschef vor, willkürlich staatliche Gewalt ausgeübt zu haben.

Nach der Anhörung ist Maduro wieder ins Bundesgefängnis in Brooklyn gebracht worden, wo er einsitzt. Der Linksnationalist ist am 3. Jänner bei einem Einsatz der US-Streitkräfte in Venezuela festgenommen und nach New York gebracht worden. Er hat das südamerikanische Land fast 13 Jahre lang autokratisch regiert.

Nach Maduros Festnahme ist seine Stellvertreterin Delcy Rodríguez vom Obersten Gericht Venezuelas zur Übergangspräsidentin ernannt worden. Sie arbeitet mit den USA zusammen und hat Washington die Kontrolle über die Ölexporte von Venezuela ermöglicht.

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