Prozess gegen Zirngast auf September vertagt

In Ankara ist der Prozess gegen den Journalisten Max Zirngast auf September verschoben worden.

Am 11. April sollte in Ankara der Prozess gegen den österreichischen Journalisten und Aktivisten Max Zirngast (30) beginnen. Doch dieser wurde nun auf September verschoben. Laut Angaben von #FreeMaxZirngast findet der nächste Gerichtstermin am 11. September, dem Jahrestag von Zirngasts Festnahme, statt.

Bis dahin darf der gebürtige Steirer die Türkei nicht verlassen. Zumindest die wöchentliche Meldepflicht wurde aber aufgehoben.

Kneissl fordert rasches Handeln ein

Als eine "unverständliche Entscheidung der türkischen Behörden" bezeichnet Außenministerin Karin Kneissl die Vertagung des Prozesses auf September und das bis dorthin gültige Ausreiseverbot.

Sie fordert die "Türkei auf, das Verfahren ehestmöglich abzuschließen und versichere Max Zirngast weiterhin volle konsularische Unterstützung", so die Ministerin auf Twitter.

Kein fairer Prozess erwartet

Zirngast wurde im September von der Anti-Terror-Polizei festgenommen. Zu Weihnachten wurde der 30-Jährige freigelassen.

Die Anklage wirft ihm die Mitgliedschaft in einer Terrororganisation, deren Existenz allerdings bezweifelt wird, vor. Die Vorwürfe seien nicht haltbar, versicherte Zirngast stets. Einen fairen Prozess hatte er ohnehin nicht erwartet. Journalisten-Verbände sprechen von einer politisch-motivierten Anklage.

(ek)

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